Astrophysik – Nobelpreis für Physik geht an Gravitationsforscher

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AstrophysikNobelpreis für Physik geht an Gravitationsforscher

Drei US-Forscher, darunter ein gebürtiger Berliner, erhalten den diesjährigen Physik-Nobelpreis. Die Wissenschafter befassen sich mit Gravitationswellen im Weltall.

Am zweiten Tag der Nobelpreiswoche: Journalisten warten auf die Vergabe des Physik-Preises in Stockholm. (3. Oktober 2017) (Bild: AFP/Jonathan Nackstrand)

Am zweiten Tag der Nobelpreiswoche: Journalisten warten auf die Vergabe des Physik-Preises in Stockholm. (3. Oktober 2017) (Bild: AFP/Jonathan Nackstrand)

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an die drei US-Forscher Rainer Weiss, Barry Barish und Kip Thorne für den ersten direkten Nachweis im All entstehender Gravitationswellen. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit. Die Auszeichnung ist mit neun Millionen Schwedischen Kronen (rund 935.000 Euro) dotiert.

Rainer Weiss ist gebürtiger Deutscher. Er wurde 1932 in Berlin geboren, die Familie floh vor den Nazis in die USA. Weiss erhält einen Teil des Preises, die beiden anderen Wissenschaftler teilen sich die andere Hälfte. Der Nobelpreis für Physik wird in der Regel unter mehreren Wissenschaftlern geteilt, die sich um ein bestimmtes Forschungsgebiet verdient gemacht haben. In den vergangenen 25 Jahren wurde die Auszeichnung immer mehreren Preisträgern gemeinsam zuerkannt. Im vergangenen Jahr war der Physik-Nobelpreis an die gebürtigen Briten David Thouless, Duncan Haldane und Michael Kosterlitz gegangen, die für ihre Studien zu sogenannter exotischer Materie geehrt wurden.

Am Montag hatten die Amerikaner Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young den Nobelpreis für Medizin zuerkannt bekommen, weil sie der Menschheit Einblicke in den täglichen Biorhythmus ermöglicht haben. Für Mittwoch wird die Entscheidung über die Verleihung des Nobelpreises für Chemie erwartet. Am Donnerstag folgt die Bekanntgabe des Literaturnobelpreisträgers und am Freitag wird verkündet, wer den Friedensnobelpreis erhält. Der Preis für Wirtschaft, der streng genommen kein Nobelpreis ist, wird am 9. Oktober bekanntgegeben.

(L'essentiel/chi/Sda)

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