Luxemburg: Nommerns Schüler treten bis zu den Ferien wieder in die Pedale

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LuxemburgNommerns Schüler treten bis zu den Ferien wieder in die Pedale

NOMMERN – In den drei letzten Wochen des Schuljahres satteln die Schüler wieder auf zwei Räder um. An der frischen Luft geht es dann gemeinsam zum Unterricht und wieder nach Hause.

von
Nicolas Martin

Helm auf und los geht's! Zum Ende des Schuljahres fahren die Schüler in Nommern ihre Strecke von und zur Schule täglich mit dem Rad. Die Idee war ursprünglich von Eltern angeregt worden, um ihre Kinder nach dem Lockdown wieder in Bewegung zu bringen. Da die Schüler Freude daran haben, wird die Aktion seitdem weitergeführt.

Treffpunkt ist um 7.30 Uhr in Schrondweiler. Danach geht es für die Gruppe – bestehend aus rund 30 Grundschülern und etwa zehn Eltern – in Richtung Nommern. Nur 1,5 Kilometer lang müssen die Schüler in die Pedale treten, und schon sind sie in der Schule. Am kommenden Freitag startet eine Gruppe von 60 Schülern mit Polizeieskorte aus dem drei Kilometer von der Schule entfernten Kruchten.

Positiv für Eltern und Kinder

«An der frischen Luft zu sein, macht den Kindern unheimlich viel Spaß», erzählt Catarina, Mutter eines fünf- und eines siebenjährigen Jungen. Während die Eltern die Gefahrenstellen sichern, übernehmen die größeren Kinder die Verantwortung und passen auf die kleineren auf. Catarina kann sich vorstellen, dass auch andere Gemeinden die Idee übernehmen. Die Gemeinde Nommern macht aktiv bei der Aktion mit und stellt einen Platz zum Abstellen der Fahrräder zur Verfügung. Mit einem Lieferwagen der Gemeinde werden die Schultaschen transportiert.

«Es tut mir gut, vor der Arbeit Sport zu machen und ich habe den Eindruck, dass es den Kindern auch gut tut. Sie sind dadurch wesentlich fitter geworden», meint Nina aus Kruchten. Sie fährt regelmäßig ihre beiden Kinder (8 und 5) nach Schrondweiler, damit sie sich der Gruppe anschließen können, erzählt sie. «Es ist ein schönes Abenteuer, aber es wäre schwierig es das ganze Jahr durchzuziehen – vor allem ohne Radweg», bedauert sie. Im vergangenen Jahr hat die Gruppe in einem Zeitraum von 13 Tagen insgesamt 3328 Kilometer zurückgelegt – insgesamt 650 Hin- und Rückfahrten. Am Mittwoch waren es für dieses Jahr schon 2000 Kilometer.

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