Richtung Japanisches Meer: Nordkorea feuert erneut ballistische Rakete ab

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Richtung Japanisches MeerNordkorea feuert erneut ballistische Rakete ab

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nehmen gerade wieder zu. Nun setzt Nordkorea seine Raketentests fort. Südkorea kündigt ein Luftwaffenmanöver mit den USA an.

HANDOUT - 12.10.2022, Nordkorea, -: Dieses von der nordkoreanischen Regierung zur Verfügung gestellte Bild zeigt Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, beim Abschuss eines von zwei strategischen Langstrecken-Marschflugkörpers zu einem Test. Diese Raketen können auch Atomsprengköpfe tragen. Unabhängige Journalisten erhielten keinen Zugang zur Berichterstattung. Der Inhalt dieses Bildes wurde uns zur Verfügung gestellt und kann nicht unabhängig überprüft werden. Foto: -/KCNA via KNS/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Dieses von der nordkoreanischen Regierung zur Verfügung gestellte Bild von Mitte Oktober zeigt Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea, beim Abschuss eines von zwei strategischen Langstrecken-Marschflugkörpers zu einem Test.

-/KCNA via KNS/dpa (Archiv)

Inmitten neuer Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hat Nordkorea seine Raketentests fortgesetzt. Das nordkoreanische Militär habe am Freitag mindestens zwei ballistische Raketen von kurzer Reichweite im Abstand von knapp 20 Minuten in Richtung offenes Meer abgefeuert, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit. Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mehren sich auch die Hinweise für einen bevorstehenden Atomtest.

Nordkorea hatte in den vergangenen Monaten immer wieder mit Raketentests provoziert. UN-Resolutionen verbieten dem autokratisch regierten Staat eigentlich die Erprobung von ballistischen Raketen, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden können. Experten rechnen schon seit längerem damit, dass Machthaber Kim Jong Un in den kommenden Wochen erstmals seit 2017 wieder einen Atomtest unternehmen lässt.

Luftwaffenübung mit USA

«Wir hoffen, dass es nicht passiert», sagte IAEA-Chef Rafael Grossi am Donnerstag in New York. «Aber die Anzeichen gehen leider in die genau andere Richtung.» Die jüngsten Raketenstarts erfolgten kurz nach der Ankündigung des südkoreanischen Verteidigungsministeriums, zusammen mit den US-Streitkräften am kommenden Montag eine große Luftwaffenübung zu beginnen. An dem Manöver «Vigilant Storm» nehmen aus Südkorea 140 Flugzeuge einschließlich F-35-Tarnkappen-Kampfjets teil. Die US-Luftwaffe will 100 Flugzeuge dafür mobilisieren.

Nordkorea wirft den USA regelmäßig vor, durch ihre Manöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten. Die USA haben 28 500 Soldaten in Südkorea stationiert.

(DPA)

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