Nach 18 Jahren – «Nordstrooss» soll im September 2015 fertig sein

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Nach 18 Jahren«Nordstrooss» soll im September 2015 fertig sein

LUXEMBURG – Das Ministerium für nachhaltige Entwicklung hat seine Marschroute für 2015 bekanntgegeben. Dabei spielte auch die langersehnte Nordstraße eine Rolle.

Eine knappe Milliarde Euro will das Ministerium von François Bausch im kommenden Jahr investieren.

Eine knappe Milliarde Euro will das Ministerium von François Bausch im kommenden Jahr investieren.

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950 Millionen Euro: So viel will das Ministerium für nachhaltige Entwicklung im kommenden Jahr investieren. Darunter fallen beispielsweise das Lyzeum Clerf mit 79,9 Millionen Euro, aber auch jede Menge Infrastrukturprojekte, die angefangen oder beendet werden sollen. Das gab am Donnerstag Minister François Bausch bekannt. Das Budget des Ministeriums steigt somit um 6,7 Prozent im Vergleich zum laufenden Jahr. Von 2013 auf 2014 war es schon einmal um 16 Prozent angehoben worden.

Im kommenden Jahr soll nun endlich eines der größten Infrastrukturprojekte des Landes abgeschlossen werden: die «Nordstrooss». Ab September 2015 soll die A7 dann auf etwas mehr als 30 Kilometern den Kirchberg und Ettelbrück verbinden. Sie durchquert dabei Lorentzweiler, Mersch und Colmar-Berg. Insgesamt vier Tunnel mussten gebaut werden, einer davon, der Tunnel «Grouft» auf Höhe von Lorentzweiler, ist mit etwa drei Kilometern der längste des Landes.

Ursprünglich waren für das Projekt 492 Millionen Euro veranschlagt, im Endeffekt soll die Nordstraße nun 700 Millionen Euro kosten, erklärte der Minister am Donnerstag. Mit über 22 Millionen Euro pro Kilometer sucht die Straße ihresgleichen, was die Höhe der Kosten anbelangt. Doch das ist nicht der einzige «Rekord». Wenn sie dann tatsächlich im nächsten Herbst eröffnet wird, werden seit der Gesetzesverabschiedung im Jahr 1997 über 18 Jahre vergangen sein.

(sg/pw/L'essentiel)

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