Rechtsterrorismus – Norwegen gedenkt der Opfer der Terroranschläge

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RechtsterrorismusNorwegen gedenkt der Opfer der Terroranschläge

In Norwegen haben die Gedenkveranstaltungen zu Ehren der Opfer der Terroranschläge in Oslo und auf der Insel Utøya vor genau zehn Jahren begonnen.

ARCHIV - 26.07.2011, Norwegen, Oslo: Eine Rose schwimmt im Gedenken an die Opfer des Anschlags des norwegischen Massenm�rders Anders Behring Breivik vor der Insel im Wasser. Zehn Jahre ist es her, dass der norwegische Terrorist Anders Behring Breivik in Oslo und auf der Insel Ut�ya insgesamt 77 Menschen t�tete. Die Polizei hat aus ihren Fehlern gelernt, die gesellschaftliche Aufarbeitung beginnt erst jetzt. (zu dpa ��Nie wieder 22. Juli� - Norwegens Antwort auf den Terror�) Foto: J�rg Carstensen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 26.07.2011, Norwegen, Oslo: Eine Rose schwimmt im Gedenken an die Opfer des Anschlags des norwegischen Massenm�rders Anders Behring Breivik vor der Insel im Wasser. Zehn Jahre ist es her, dass der norwegische Terrorist Anders Behring Breivik in Oslo und auf der Insel Ut�ya insgesamt 77 Menschen t�tete. Die Polizei hat aus ihren Fehlern gelernt, die gesellschaftliche Aufarbeitung beginnt erst jetzt. (zu dpa ��Nie wieder 22. Juli� - Norwegens Antwort auf den Terror�) Foto: J�rg Carstensen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

J�rg Carstensen

In Norwegen haben die Gedenkveranstaltungen zu Ehren der Opfer der Terroranschläge in Oslo und auf der Insel Utøya vor genau zehn Jahren begonnen. «Der Terror des 22. Juli war ein Angriff auf unsere Demokratie», sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg auf einer ersten Zeremonie am Morgen im Osloer Regierungsviertel, wo die Anschläge des Rechtsextremisten Anders Behring Breivik am 22. Juli 2011 ihren Anfang genommen hatten. Man dürfe niemals akzeptieren, dass jemand zur Gewalt greife, um Andersdenkende aufzuhalten. Im Anschluss wurden die Namen aller 77 Todesopfer der Angriffe verlesen.

Im Laufe des Tages waren mehrere weitere Gedenken geplant, darunter auch eines auf Utøya selbst. Bei einer nationalen Gedenkveranstaltung am Abend wollte König Harald V. eine Ansprache halten.

«Wir müssen jetzt sagen, dass wir Rassismus und Hass nicht akzeptieren»

Breivik hatte vor zehn Jahren zunächst eine in einem weißen Transporter versteckte Bombe im Regierungsviertel gezündet und dabei acht Menschen getötet. Daraufhin fuhr er auf die Insel Utøya, wo er sich als Polizist ausgab und das Feuer auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jährlichen Sommerlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei eröffnete. 69 vor allem junge Menschen kamen auf der Insel ums Leben. Breivik wurde 2012 zur Höchststrafe von 21 Jahren Sicherheitsverwahrung mit einer Mindestdauer von zehn Jahren verurteilt.

Die Utøya-Überlebende und Vorsitzende der Jugendorganisation der Arbeiterpartei, Astrid W. E. Hoem, ging in ihrer Rede auf die Bedeutung des Kampfes gegen Hassbotschaften und Rassismus ein. Nicht alle hasserfüllten Worte führten zu Terror, aber jeglicher Terror habe mit hasserfüllten Worten begonnen, sagte sie. Zehn Jahre nach den Anschlägen müsse man sich ehrlich eingestehen, dass der Hass nicht gestoppt worden sei. «Wir müssen jetzt ein für alle Mal sagen, dass wir Rassismus und Hass nicht akzeptieren», sagte sie. «Wenn wir das jetzt tun, können wir es vielleicht schaffen, das Versprechen "Nie wieder 22. Juli" einzuhalten.»

(L'essentiel/dpa)

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