«Die können heimrudern» - Norwegen verweigert russischer Luxusjacht Sprit
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«Die können heimrudern»Norwegen verweigert russischer Luxusjacht Sprit

Im äußersten Norden des Landes war Schluss für die Luxusjacht «Ragnar». Die örtlichen Stellen weigern sich, sie vollzutanken. Norwegen will damit offenbar ein Zeichen gegen den Besitzer setzen, doch die Schiffsbesatzung wehrt sich.

von
Patrick McEvily
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Die 68 Meter lange Luxusjacht «Ragnar» sitzt seit Mitte Februar in Norwegen fest.

Die 68 Meter lange Luxusjacht «Ragnar» sitzt seit Mitte Februar in Norwegen fest.

AFP
Das 68 Meter lange Schiff gehört dem russischen Staatsbürger Wladimir Strschalkowski. Das dürfte der Grund sein, wieso man sie vor Ort nicht volltanken möchte.

Das 68 Meter lange Schiff gehört dem russischen Staatsbürger Wladimir Strschalkowski. Das dürfte der Grund sein, wieso man sie vor Ort nicht volltanken möchte.

AFP
Die «Ragnar» ankert zurzeit in Narvik, im Norden des Landes.

Die «Ragnar» ankert zurzeit in Narvik, im Norden des Landes.

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Die Luxusjacht «Ragnar» steckt seit Mitte Februar im äussersten Nordens Norwegens fest. Grund ist die Weigerung der örtlichen Verantwortlichen, das Schiff, das einen russischen Besitzer hat, vollzutanken, wie norwegische Medien berichten. Gegenüber dem norwegischen Fernsehen erklärte ein ortsansässiger Tankwart: «Die können ja heimrudern.»

Die norwegische Regierung dürfte wohl aufgrund der weltweiten Sanktionen gegen Russland nach dessen die Ukraine hinter dem Vorgehen stehen. Doch das Vorgehen ist heikel: Denn die «Ragnar» steht auf keiner Sanktionsliste.

«Wir haben keine russischen Besatzungsmitglieder»

Die 68-Meter-lange Superjacht gehört dem russischen Staatsbürger und früherem KGB-Mann Wladimir Strschalkowski. Dieser ist in Moskau bestens vernetzt, und sitzt zum Beispiel seit geraumer Zeit im Vorstand des örtlichen Fußballklubs Dynamo Moskau.

Nicht aus Narvik raus kommt nun aber eine Besatzung, die laut Medienberichten ausschließlich aus Personen aus westlichen Staaten besteht. Der Kapitän der «Ragnar» gibt sich gegenüber den Medien denn auch entsetzt über das Vorgehen der norwegischen Behörden: «Wir haben nichts mit dem Besitzer der Jacht zu tun. Die lokalen Lieferanten lehnen es ab, an uns zu verkaufen. Dabei segeln wir unter der Flagge von Malta und haben keine russischen Besatzungsmitglieder.»

Das Schiff ist laut Medienberichten knapp 70 Millionen Euro wert und hat ein besonderes Merkmal: Es kann Eis durchbrechen und eignet sich deshalb besonders für Reisen an die Erdpole. Bevor sie in Narvik stecken blieb, war die 16-köpfige Crew in Richtung Spitzbergen unterwegs. Auch Platz für Amphibienfahrzeuge und einen Helikopterlandeplatz hat das Luxusgerät.

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