NBA-Lockout – Nowitzki wartet und hält sich mit Tennis fit

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NBA-LockoutNowitzki wartet und hält sich mit Tennis fit

Ein Ausfall der kompletten NBA-Saison rückt immer näher - doch Dirk Nowitzki bleibt gelassen. Fällt die Saison ins Wasser, hat er genügend Alternativen.

Dirk Nowitzki hat schon diverse Alternativangebote geprüft, wartet aber erst noch einmal bis Mitte Januar ab.

Dirk Nowitzki hat schon diverse Alternativangebote geprüft, wartet aber erst noch einmal bis Mitte Januar ab.

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«Wir werden keine verrückten Sachen machen. Solange aus den USA nicht das Signal kommt, dass keine Chance mehr auf eine verkürzte Saison besteht, wird Dirk nirgendwo anders unterschreiben», sagte Nowitzkis Berater Holger Geschwindner am Mittwoch.

«Man muss jetzt einfach abwarten, wie sich die Dinge in den USA entwickeln. Sollte es tatsächlich keine NBA-Saison geben, sind wir aber vorbereitet», so Geschwindner weiter. Als Deadline hat der 65-Jährige Mitte Januar 2012 ausgemacht. «Beim letzten Lockout 1999 war es ja auch so, dass sich beide Seiten im Januar dann doch noch geeinigt haben und es eine verkürzte Saison gab. Wenn sich beide Seiten bis Mitte Januar aber nicht näherkommen, ist die Spielzeit tot», sagte Geschwindner.

Alternativen geprüft

Doch was wird dann aus Nowitzki? Ein Engagement in Deutschland? Ein Abenteuer in Australien? Oder ein Topclub in Europa? Geschwindner hält sich bedeckt. «Wir haben die Anfragen, die eingegangenen sind, sortiert und werden dann schon eine Entscheidung treffen», sagte Nowitzkis engster Berater. «Wir sind bislang gut damit gefahren, die Ruhe zu bewahren. Irgendwo hingehen, zwei Spiele machen und dann wieder abhauen und ein Riesenloch hinterlassen, das ist nicht unser Ding», meinte Geschwindner in Anspielung an das mögliche Kurz-Intermezzo von NBA-Superstar Kevin Durant beim BBC Bayreuth.

Aus Deutschland hatten immer wieder die drei Spitzenvereine Brose Baskets Bamberg, ALBA Berlin und Bayern München Interesse an einer Verpflichtung Nowitzkis bekundet. Für Bamberg spricht, dass die Franken das beste Team haben und in der Euroleague spielen. ALBA kann mit dem Flair der Hauptstadt wuchern, zudem ist Sportdirektor Mithat Demirel eng mit Nowitzki befreundet. Und beim FC Bayern wirkt Trainer Dirk Bauermann, mit dem Nowitzki in der Nationalmannschaft jahrelang vertrauensvoll zusammengearbeitet hat.

Medien-Hype wäre ihm sicher

Allerdings ist ungewiss, ob Nowitzki sich dem zu erwartenden Medien-Hype im Falle eines Deutschland-Engagements wirklich antut. Zudem dürfte ihm die Entscheidung für einen der drei Clubs schwerfallen. «Wenn ich mich für einen entscheide, sind die anderen beiden enttäuscht», hatte der Würzburger zuletzt gesagt.

«Fakt ist, dass wir jetzt langsam wieder mit dem Training anfangen müssen. Denn Dirk wird sicher nicht irgendwo hingehen und nicht fit sein», erklärt Geschwindner. Schon bald wird er den Superstar daher wieder durch die Trainingshalle in Rattelsdorf scheuchen, um vorbereitet zu sein, wenn spätestens im Januar die Entscheidung fällt, wie es in der NBA weitergeht. Bislang hatte sich Nowitzki mit Tennis und Cardio-Einheiten fitgehalten.

Die Tarifverhandlungen in der NBA waren am Montag endgültig eskaliert. Nach die Spielergewerkschaft NBPA ein letztes Angebot der Liga abgelehnt hatte, beschäftigt der Fall die Gerichte. Am Dienstag reichten die Spieler ihre ersten Klagen gegen die Liga ein. Erstmals blieben auch die Gehaltschecks an Nowitzki und Co. aus. Auch Nowitzki, der laut Geschwindner sein komplettes Gehalt für die Meistersaison erhalten hat, ging erstmals leer aus.

L'essentiel Online/dpa

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