Luxemburg – «Null-Toleranz»-Politik bei Kinder-Sexpuppen

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Luxemburg«Null-Toleranz»-Politik bei Kinder-Sexpuppen

LUXEMBURG – Die Staatsanwaltschaft in Luxemburg hat auf den Skandal um Kinder-Sexpuppen, die bei Amazon in Frankreich angeboten wurden, reagiert.

Die Staatsanwaltschaft verfolge nach eigenen Angaben eine «Null-Toleranz»-Politik.

Die Staatsanwaltschaft verfolge nach eigenen Angaben eine «Null-Toleranz»-Politik.

AFP/Emmanuel Dunand

Der jüngste Skandal um den Verkauf von Kinder-Sexpuppen bei Amazon in Frankreich hat auch in Luxemburg Aufsehen erregt. Am Dienstag schließlich wurden sie aus dem Angebot genommen. Die Staatsanwaltschaft in Luxemburg hat dennoch reagiert. Da die Plattform auch in Luxemburg zugänglich ist, befürchtet die Staatsanwaltschaft, dass die fraglichen Objekte «an anderen Orten» im Land wieder auftauchen.

«Allein der Gedanke, kleine Kinder als Sexualobjekte darzustellen, ist zutiefst schockierend», teilte die Staatsanwaltschaft in einer Erklärung am Mittwochmorgen mit. Dieser Gedanke «steht im Widerspruch zu den verschiedenen Kampagnen, die von den Behörden und verschiedenen Verbänden gestartet wurden, um die Öffentlichkeit für den sexuellen Missbrauch von Kindern zu sensibilisieren», heißt es weiter.

Staatsanwaltschaft verfolgt «Null-Toleranz»-Regelung

Die Staatsanwaltschaft in Luxemburg weist darauf hin, dass jeder, der kinderpornografisches Material einsieht, erwirbt oder besitzt, «Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro und Gefängnisstrafen von bis zu drei Jahren» riskiert. Die Staatsanwaltschaft verfolge nach eigenen Angaben eine «Null-Toleranz»-Politik: Demnach werde jede mögliche Straftat untersucht und strafrechtlich verfolgt.

Es war die in Paris ansässige Internationale Vereinigung der Inzestopfer («Association Internationale des Victimes de l'Inceste», AIVI), die am Samstag auf ihrem Twitter-Account auf diese pädophilen Sexpuppen aufmerksam gemacht hat. Amazon habe diese Produkte nach dem Aufschrei und der Mobilisierung verschiedener Verbände von seiner Website entfernt, teilte der französische Staatssekretär für Kinder und Familien, Adrien Taquet, am Montag via Twitter mit.

«Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist für uns eine Priorität», reagierte Amazon Frankreich. Demnach seien alle Vertriebspartner verpflichtet, «unsere Verkaufsrichtlinien zu befolgen». Jeder Verstoß führe zu entsprechenden Maßnahmen, einschließlich der möglichen Löschung des Kontos des Verkäufers.

(mm/L'essentiel)

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