Preisverleihung 2014 – Nur 45 Sekunden für die Oscar-Rede

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Preisverleihung 2014Nur 45 Sekunden für die Oscar-Rede

Am Montag trafen sich alle Oscar-Nominierten zum «Nominees Lunch» in Hollywood. Die Veranstalter hatten einen Wunsch: «Bitte haltet euch bei der Dankesrede kurz.»

Das mit dem Dankesagen ist ja so eine Sache. Besonders, wenn man gerade den wichtigsten Filmpreis, den Oscar, gewonnen hat, fällt die Rede gerne etwas wirrer, lauter, verweinter oder länger aus.

Dieser Unart wollen die Veranstalter der Oscars, die Academy, jetzt einen Riegel vorschieben. Beim traditionellen «Nominees Lunch» am Montag in Hollywood äußerten sie deshalb die Bitte, die Gewinner möchten sich doch bei ihrer Ansprache kurz halten. Im Klartext: Die Dankesrede soll (ab dem Erreichen des Mikrofons) nicht länger als 45 Sekunden dauern.

Dass dieser Wunsch auch dieses Jahr Wunsch bleiben wird, zeigen die Beispiele aus den letzten Jahren. Alle zehn Dankesreden dauern mindestens zweieinhalb Minuten.

10. Jennifer Lawrence fällt 2013 vor lauter Freude die Treppe hoch und erfreut uns danach mit einer der witzigsten Reden der Oscar-Geschichte. (Sturz und Rede ab Minute 1.33)

9. Angelina Jolie gewinnt 1999 den Oscar als beste Nebendarstellerin in «Girl, Interrupted» und gesteht auf der Bühne, wie verliebt sie in ihren Bruder ist.

8. Im Jahr 1993 bekam Tom Hanks den Oscar als bester Hauptdarsteller in «Philadelphia». In seiner Dankesrede outet er seinen ehemaligen Lehrer als schwul. Upps!

7. Okay, das ist eigentlich keine Rede, aber dennoch sehenswert: Roberto Benigni sprang 1999 vor Freude über seinen Oscar für «La vita è bella» statt auf die Bühne auf die Stuhllehne vor ihm und fiel fast runter.

6. Julia Roberts zeigte sich im Jahr 2000, als sie den Oscar für ihre Rolle in «Erin Brockovich» bekam, von ihrer exzentrischsten Seite.

5. 1998 war Regisseur James Cameron der «König» des Woo-ings. Ach ja, er bekam den Oscar für «Titanic».

4. Ach, wie haben wir uns 1996 mit Cuba Gooding Jr. gefreut, als er einen Oscar für seine Nebenrolle in «Jerry Maguire» bekam. Aber warum schubste ihn eigentlich niemand von der Bühne?

3. Keine war je so selbstverliebt wie Sally Field 1984, als sie ihre Dankesrede für den Oscar in «Places of the Heart» hielt.

2. Halle Berrys Schock über ihren Oscar 2002 für ihre Rolle in «Monster's Ball» bleibt unübertroffen.

1. Sie wollen es wirklich nochmals sehen? Aber gerne! Gwyneth Paltrow 1998.

(L'essentiel)

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