Trinkwasser – Nur die unteren Schichten im See sind verunreinigt
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TrinkwasserNur die unteren Schichten im See sind verunreinigt

LUXEMBURG - Untersuchungen der Regierung ergeben, dass die unteren Wasserschichten im Stausee Esch/Sauer kontaminiert sind. Das Trinkwasser sei nicht betroffen.

Es wird erwartet, dass das kontaminierte Wasser bis zum Ende dieser Woche das Trinkwasser-Reservoir erreicht.

Es wird erwartet, dass das kontaminierte Wasser bis zum Ende dieser Woche das Trinkwasser-Reservoir erreicht.

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Das luxemburger Trinkwasser ist weiterhin nicht gefährdert, sagen die Behörden. Analysen von luxemburgischen und belgischen Labors am Montag im Stausee in Esch/Sauer haben keinerlei Verschmutzung oder Kontamination des Trinkwassers offenbart, teilte die Regierung des Großherzogtums am Dienstag mit.

Über das Pflanzenschutzmittel Métazachlore sind am 17. September bei einem Unfall in Belgien Pestizide in einen Zufluss der Sauer gelangt. Die Giftstoffe würden sich nun in den unteren Wasserschichten ablagern, heißt es. Die oberen Wasserschichten seien nicht verunreinigt. Und die würden für das Trinkwasser genutzt. Das Wasser im See wird generell «in verschiedene Schichten unterteilt, die sich in der Regel nicht schnell vermischen», erklärt Luc Zwank, stellvertretender Verwaltungsdirektor des Wasser-Managements in Luxemburg gegenüber L'essentiel. Die verschiedenen Schichten würden in Abhängigkeit von der Wassertemperatur gebildet. «In diesem Fall fließt das verunreinigte Wasser aus dem Nebenfluss direkt in eine der unteren Schichten, weil es die gleiche Temperatur hat.»

Wenn kontaminiertes Wasser die Staumauer erreicht, an der Trinkwasser gewonnen wird, entscheidet der Betreiber des Wasserspeichers Sebes, in welchen Bereichen Trinkwasser künftig abgeschöpft werden soll, um die verunreinigten Bereiche zu vermeiden, sagt Lux Zwank. Dies könnte am Ende der Woche der Fall sein. Die Obergrenze für ein Pestizid im Trinkwasser liegt bei 0,1 Mikrogramm pro Liter. Dieser Wert gelte allerdings für bereits gereinigtes Wasser. «Im Moment sind 0,8 Mikrogramm Métazachlore in einem Liter Seewasser. Aber nach der Behandlung sind wir weit unter der Grenze, etwa bei 0,05», sagt Sebes-Direktor George Kraus auf Anfrage von L'essentiel.

(jg/L'essentiel)

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