Europäisches Parlament – Nur noch alle zwei Jahre zur Autokontrolle

Publiziert

Europäisches ParlamentNur noch alle zwei Jahre zur Autokontrolle

LUXEMBURG - Das Europäische Parlament hat einheitliche Regeln zur technischen Kontrolle von Fahrzeugen in der EU verabschiedet. Diese sollen spätestens ab 2016 in Kraft treten.

Aufgrund der neuen einheitlichen Regeln zur technischen Kontrolle von Fahrzeugen müssen die Autofahrer nach den ersten vier Jahren nur noch im Zwei-Jahres-Rhythmus zur Kontrolle.

Aufgrund der neuen einheitlichen Regeln zur technischen Kontrolle von Fahrzeugen müssen die Autofahrer nach den ersten vier Jahren nur noch im Zwei-Jahres-Rhythmus zur Kontrolle.

Wer kennt sie nicht – die technische Kontrolle für sein angemeldetes Fahrzeug. Diese ist in allen EU-Ländern verpflichtend, doch weichen die Bestimmungen und die Frequenzen je nach Mitgliedsstaat zurzeit voneinander ab. Die neuen Vorschriften sollen es einfacher machen, ein Fahrzeug in einem anderen EU-Staat anzumelden, wovon vor allem Autokäufer in Luxemburg profitieren könnten.

Denn die Vereinbarung zwischen den Mitgliedstaaten und den EU-Abgeordneten sieht u.a. vor, dass die EU-Staaten gegenseitig die technischen Prüfzertifikate anerkennen. Das bedeutet, dass beispielsweise ein vor kurzem in Deutschland vom TÜV geprüftes Fahrzeug bei seiner Anmeldung in Luxemburg nicht sofort die technische Kontrolle in Sandweiler, Wilwerwiltz oder Esch-sur-Alzette durchlaufen muss.

Künftig nur noch alle zwei Jahre?

Festgelegt wurde auch die Frequenz der Kontrollen. Während die EU-Kommission vorschlug, die erste Untersuchung nach vier Jahren, die zweite nach zwei Jahren und dann jedes Jahr stattfinden zu lassen, haben sich die EU-Staaten und die EP-Abgeordneten darauf geeinigt, nach den ersten vier Jahren das Fahrzeug im Zwei-Jahres-Rhythmus kontrollieren zu lassen.

Zurzeit steht in Luxemburg die erste technische Kontrolle bei der Erstzulassung an. Danach muss das Fahrzeug nach dreieinhalb Jahren wieder geprüft werden, und von da an jährlich.

Nicht auf hohe Standards verzichten

Trotz der Änderungen wird Luxemburg nicht auf seine hohen Standards bei der technischen Kontrolle verzichten müssen. Es bleibt den EU-Mitgliedstaaten freigestellt, strengere Regeln als die in der EU-Richtlinie festgehaltenen Mindeststandards beizubehalten oder einzuführen, erklärte der luxemburgische EU-Abgeordnete Georges Bach.

Verantwortlich für die technische Kontrolle in Luxemburg ist ausschließlich die «Société Nationale de Contrôle Technique» (SNCT) mit ihren drei Kontrollstation in Wilwerwiltz, Sandweiler und Esch-sur-Alzette. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, kann eine Privatperson einen Termin anfragen. In Belgien ist dies beispielsweise nur Autohändlern vorbehalten.

(cs/L'essentiel mit tageblatt.lu)

Deine Meinung