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LuxemburgNur wenige Corona-Patienten des CHL sind geimpft

LUXEMBURG – In den vergangenen drei Wochen sind wieder mehr Corona-Patienten ins CHL eingeliefert worden. Die meisten waren nicht geimpft.

Die Intensivmedizin, Infektiologie und Pädiatrie betreuen aktuell viele Patienten.

Die Intensivmedizin, Infektiologie und Pädiatrie betreuen aktuell viele Patienten.

Paul Foguenne/CHL

Zurzeit werden zwischen acht und elf Patienten in der Abteilung für Infektionskrankheiten von Dr. Thérèse Staub im Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL) behandelt. Ein Teil, der im Juni geschlossen wurde, musste wieder geöffnet werden. «Von den Corona-Patienten, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, ist nur einer geimpft – ein 88-Jähriger. Alle anderen sind es nicht und bereuen es jetzt», erzählte sie in einem Livestream auf der Facebook-Seite des CHL.

« Sie bereuen es, sich nicht impfen lassen zu haben »

«Fünf bis sechs Corona-Patienten sind auf unserer Intensivstation», informiert Dr. Jean Reuter. Die Zahl der Patienten habe in den vergangenen zwei bis drei Wochen zugenommen. Vor allem handele es sich um junge Leute. Die Beobachtungen von Dr. Staub konnte er bestätigen: «Wir hatten nur einen Patienten, der geimpft, aber immungeschwächt war. Die anderen sagen uns oft nach ihrer Einlieferung, dass sie es bereuen, sich nicht impfen lassen zu haben».

Auch in der Pädiatrie sei die Situation aktuell angespannt. Neben Kindern, die isoliert werden müssen, stehe die Abteilung noch vor einem weiteren Problem. «Wir befinden uns mitten in einer Epidemie von Winterviren, Bronchiolitis und anderen Atemwegsinfektionen. Das Kinderkrankenhaus ist überfüllt mit Kindern, die an einer Ateminsuffizienz leiden», berichtet Kinderärztin Dr. Isabel De La Fuente, eine Kinderärztin.

Um Mitarbeiter und Zulieferer des CHL zu ermutigen, sich impfen zu lassen, findet am Montag eine Blitzimpfaktion auf dem Krankenhaus-Gelände statt.

(mm/L'essentiel)

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