«Mut zum Frieden» – Obama macht einen Schritt auf Nordkorea zu

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«Mut zum Frieden»Obama macht einen Schritt auf Nordkorea zu

Wie war das mit der «Achse des Bösen»? Zehn Jahre nachdem die USA den Begriff der Schurkenstaaten geprägt haben, sind sie Nordkorea gegenüber nicht mehr «feindselig eingestellt».

US-Präsident Barack Obama am Montag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. (Bild: AFP/Saul Loeb)

US-Präsident Barack Obama am Montag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. (Bild: AFP/Saul Loeb)

US-Präsident Barack Obama hat die nordkoreanische Führung zum Verzicht auf ihr Atomwaffenprogramm aufgefordert. Washington habe gegenüber Nordkorea keine «feindselige» Einstellung, sagte Obama am Montag vor Studenten in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

Die Regierung in Pjöngjang müsse «den Mut zum Frieden haben» und «der Bevölkerung Nordkoreas ein besseres Leben» ermöglichen, fügte der US-Präsident hinzu.

Atomarer Terrorismus bleibe für die Menschheit «eine der größten Bedrohungen», sagte Obama vor Beginn des Gipfeltreffens zur atomaren Sicherheit in Seoul. Es gebe genug atomares Material für «mehrere» Atomwaffen «ohne angemessene Schutzvorkehrungen», sagte der US- Präsident. «Terroristen und kriminelle Banden versuchen, die Kontrolle darüber zu bekommen.»

Raketentest geplant

Die Regierung in Pjöngjang hat angekündigt, Mitte April eine Langstreckenrakete mit einem Beobachtungssatelliten ins All zu schießen. Nach offiziellen Angaben ist der Start zu Ehren des hundertsten Geburtstags des verstorbenen Staatsgründers Kim Il-Sung gedacht.

Nach Einschätzung der USA und ihrer Verbündeten handelt es sich dabei aber um einen Raketentest, was gegen mehrere UNO-Resolutionen verstoßen würde.

Nordkorea und Südkorea befinden sich seit dem Korea-Krieg von 1950 bis 1953 offiziell im Kriegszustand. Obama nimmt am Montag und Dienstag an dem Atomgipfel in Seoul teil, bei dem 53 Staaten vertreten sind.

Dabei will Obama auch Gespräche mit Chinas Staatschef Hu Jintao und Russlands Präsident Dmitri Medwedew führen. Auf der Agenda des Gipfels stehen die Themen Atomenergie, Atomwaffen und die Bedrohung durch nuklear bewaffnete Extremisten.

(L'essentiel Online/sda)

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