Beeinflussung der US-Wahl – Obama warnte Zuckerberg vor Fake News

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Beeinflussung der US-WahlObama warnte Zuckerberg vor Fake News

Barack Obama hat Mark Zuckerberg schon im November 2016 vor Wahlmanipulationen gewarnt. Nun wird Facebook dem US-Kongress mutmaßlich von Russland gekaufte Anzeigen vorlegen.

Barack Obama und Mark Zuckerberg bei einer Begegnung im Juni 2016.

Barack Obama und Mark Zuckerberg bei einer Begegnung im Juni 2016.

Pablo Martinez Monsivais

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg schon Ende 2016 vor russischen Manipulationen von Nachrichten gewarnt. Wie die «Washington Post» am Sonntag berichtete, nahm Obama den jungen Hightech-Milliardär zwei Monate vor dem Amtsantritt seines Nachfolgers Donald Trump am Rande eines internationalen Treffens in Lima beiseite. Dabei habe er ihm die Gefahr von «Fake News und politischer Desinformation» vor Augen geführt.

Das Gespräch fand wenige Tage nach Zuckerbergs Äußerung statt, wonach die Idee einer Manipulation von Nachrichten auf seinem Netzwerk zur Beeinflussung der Präsidentschaftswahl im November abwegig sei. Sollten Facebook und die Regierung der Gefahr nicht entgegentreten, werde es bei der kommenden Präsidentschaftswahl noch schlimmer zugehen, warnte Obama darauf den jungen Unternehmer.

Zuckerberg wollte nicht auf Obama hören

Der Facebook-Gründer habe eingeräumt, dass sogenannte Fake News ein Problem seien, auf Facebook aber selten vorkämen und dass ihnen nur schwer beizukommen sei. Die Zeitung beruft sich auf eine anonyme Quelle, die nicht namentlich genannt werden wollte. Zuckerberg hatte am 19. November, also an dem Tag, an dem laut der «Washington Post» das Treffen mit Obama stattgefunden haben soll, neue Maßnahmen gegen Fake News angekündigt.

Facebook hatte sich am Donnerstag bereit erklärt, dem US-Kongress etwa 3000 mutmaßlich russisch finanzierte Werbeanzeigen vorzulegen, mit denen offenbar die Präsidentschaftswahl beeinflusst werden sollte. Er erklärte, niemand dürfe «unsere Werkzeuge» benutzen, um die Demokratie zu untergraben. Der Kreml bestreitet eine Verwicklung in die mutmaßlichen Manipulationen.

Die US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich im vergangenen Jahr in den US-Wahlkampf eingemischt zu haben, um dem Republikaner Trump zum Sieg über seine demokratische Rivalin Hillary Clinton zu verhelfen. Im Facebook-Netzwerk ist es möglich, zuvor ausgewählte Zielgruppen mit spezifischen Merkmalen wie politische Orientierung, sozialer Status und Herkunftsland gezielt anzusprechen.

(L'essentiel/afp)

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