In Luxemburg – Ökoviertel kommt auf Düdelinger Industriebrache

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In LuxemburgÖkoviertel kommt auf Düdelinger Industriebrache

DÜDELINGEN – Noch muss die Arbed-Industriebrache von ArcelorMittal entgiftet werden. Doch 2018 könnte in Düdelingen der Spatenstich für ein Ökoviertel gesetzt werden.

Der Staat und ArcelorMittal haben sich mit der Entgiftung der ehemaligen Arbed-Fläche in Düdelingen beschäftigt.

Der Staat und ArcelorMittal haben sich mit der Entgiftung der ehemaligen Arbed-Fläche in Düdelingen beschäftigt.

Esch ist nicht die einzige Kommune, die auf Industrie-Brachland von ArcelorMittal Projekte umsetzen will. In Düdelingen planen Bürgermeister Dan Biancalana und sein Team ein Ökoviertel am ehemaligen Arbed-Standort. Die Industriebrache ist 40 Hektar groß, das sind 56 Fußballfelder.

Die Idee zu dem vielseitigen Projekt entstand bereits direkt nach der Schließung des Werkes im Oktober 2005. «Das ist ein nachhaltiges und innovatives Stadtviertel, das diese Stelle mit Wohnungen, Geschäften, Freizeit- und Gastronomieangeboten wiederbeleben soll», sagt Bürgermeister Biancalana. Die öffentliche Präsentation des Projekts «Neischmelz» fand im Juli 2010 statt.

Spatenstich in drei Jahren

Doch im Gegensatz zu den Projekten in Esch, wird «Neischmelz» auf nationaler Ebene durchgeführt. Im Juni 2004 hat sich Arcelor verpflichtet, sich an der Umstrukturierung des Geländes zu beteiligen und das Land an den Staat zu geben. Zwei Jahre später hat der Staat dem Fonds für Entwicklung von Wohn- und Lebensraum das Nutzungsrecht gewährt.

Das Projekt selbst wurde im Jahr 2009 dem luxemburgischen Kabinett Bauer Luxemburg übertragen, nachdem dieses sich in einem europäischen Architekturwettbewerb durchgesetzt hatte. In diesem Jahr haben sich der Staat und ArcelorMittal mit der Frage der Entgiftung der Fläche beschäftigt. Der Stahlgigant bestätigt: «Die Verhandlungen sind im Gange und kommen voran». Bürgermeister Biancalana hofft auf eine Grundsteinlegung in drei Jahren.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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