Neues Steuerabkommen: OGBL demonstriert in Metz gegen Grenzgänger-Benachteiligung
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Neues SteuerabkommenOGBL demonstriert in Metz gegen Grenzgänger-Benachteiligung

LUXEMBURG/METZ – Auf der Place de la Comédie in Metz haben sich am Montag rund 40 Personen mit dem OGBL versammelt, um ihren Unmut über das neue Steuerabkommen zwischen Luxemburg und Frankreich kundzutun.

von
Marine Meunier
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23. Mai
23. Mai

Der OGBL hat sich am Montagabend nach Metz versammelt, um gegen das neue französisch-luxemburgische Steuerabkommen zu protestieren.

Marine Meunier/L'essentiel

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Das Wetter war nicht auf seiner Seite, es regnete in Strömen. Trotzdem hat es sich der luxemburgische Gewerkschaftsbund OGBL nicht nehmen lassen, am Montag nach Metz zu kommen. Thema der Demonstration: Das neue französisch-luxemburgische Steuerabkommen. «Es wird sich negativ auf die französischen Grenzgänger auswirken», sagte Christian Simon Lacroix, verantwortlicher für die französischen Grenzgänger im OGBL. Rund 40 Personen hatten sich genau deshalb auf der Place de la Comédie versammelt.

«Da die Parlamentswahlen vor der Tür stehen (12. Juni), war dies wirklich der richtige Zeitpunkt, um Druck auf die Politiker auszuüben. Die Grenzgänger sind ebenso wichtige Wähler. Wir werden außerdem einen offenen Brief an die zukünftigen Abgeordneten schicken», erklärte Lacroix. Der neue Text steht in der Kritik, weil er verheiratete oder eheähnliche Paare, bei denen ein Partner in Luxemburg und der andere in Frankreich arbeitet, benachteilige. Sie müssen dadurch Hunderte, teils sogar Tausende Euro mehr an Steuern zahlen als bisher. «In gewisser Weise werden Grenzgänger Steuern auf eine Steuer zahlen müssen, die bereits an der Quelle einbehalten wird», erläutert er.

Die neue Steuervereinbarung war zwei Jahre lang eingefroren, doch der Text könnte bereits 2023 in Kraft treten. Laut OGBL und der Maison du Luxembourg sei eine weitere Verschiebung um ein Jahr möglich. «Aber das reicht nicht aus, es löst das Grundproblem nicht», bemängelte der 59-jährige Marc, der seit 15 Jahren in Luxemburg arbeitet und seine Interessen auf der Demo vertrat. Da er im Moment keine Lösung sehe, bleibe nichts weiter übrig als abzuwarten. Kämpferischer sah das Christian Simon Lacroix: «Wir werden weiterkämpfen, wir werden nicht locker lassen», versichert er unter dem Applaus der Anwesenden.

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