Luxemburg: «Ohne Maske im Bus fühle ich mich ein bisschen freier»
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Luxemburg «Ohne Maske im Bus fühle ich mich ein bisschen freier»

LUXEMBURG – Seit gestern dürfen Menschen im Großherzogtum in den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder auf ihren Mundschutz verzichten. Während das vielen Erleichterung bringt, möchten andere noch nicht auf ihre Maske verzichten.

von
Nicolas Martin
Die Chamber hat in der vergangenen Woche über das Ende der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln entschieden.

Die Chamber hat in der vergangenen Woche über das Ende der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln entschieden.

nc/L'essentiel

Nach über zwei Jahren Pandemie, hat die Chamber in der vergangenen Woche über das Ende der Maskenpflicht im öffentlichen Trabsportwesen entschieden. Was vielen Menschen Erleichterung bringt, verunsichert gleichzeitig auch viele andere. «Es ist wirklich eine große Erleichterung. Ich kann mit der Maske kaum atmen. Jetzt fühle ich mich ein bisschen freier», sagt Laurent, der mit dem Bus nach Luxemburg gekommen ist, zum Ende der Maskenpflicht.

Auch in der Straßenbahn freuten sich die Passagiere, wieder in die Gesichter ihrer Mitmenschen blicken zu können. «Kommunikation läuft auch über Mimik. Wir haben schon seit einiger Zeit festgestellt, dass immer Menschen auf die Maske verzichten, vor allem in den Zügen, die aus Frankreich kommen, wo es keine Maskenpflicht mehr gibt. Corona bereitet mir überhaupt keine Sorgen mehr» erzählt Sven aus Bettemburg. «Es ist ein bisschen wie die Rückkehr zur Normalität», so die Meinung einer Gruppe junger Schülerinnen.

Trotzdem traf man auf dem Bahnsteig auch auf etliche Maskenträger. Marie-Antoinette behielt ihren Mundschutz «aus Sicherheitsgründen» an. «Mein Mann ist etwas empfindlicher, also möchte ich ihn auf keinen Fall mit dem Virus infizieren», erklärt die Frau. Vor allem älteren und gefährdeten Personen wird weiterhin das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen.

Aber auch viele Masken-Träger waren an den Bahnsteigen anzutreffen.

Aber auch viele Masken-Träger waren an den Bahnsteigen anzutreffen.

nc/L'essentiel

«Ich bin etwas ängstlich und sehe Leute, die noch immer husten. Die Fallzahlen steigen wieder, also behalte ich sie lieber an», sagt Julia aus Villerupt. «Wenn es wirklich sehr heiß wird, ziehe ich sie aus, aber jetzt habe ich sie lieber auf», fügte Claire aus Kleinbettingen hinzu. «Es stört mich ein bisschen, dass die Leute ihre Masken nicht mehr tragen, aber jeder macht, was er will. Man muss es respektieren», lautet das Fazit von François.

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