Gleichbehandlung – «Ohne Netzneutralität gäbe es kein Pornhub»

Publiziert

Gleichbehandlung«Ohne Netzneutralität gäbe es kein Pornhub»

In den USA soll die sogenannte Netzneutralität abgeschafft werden. Am 12. Juli protestieren deshalb bekannte Online-Unternehmen gegen die Pläne.

Im Prinzip geht es bei der Debatte zur Netzneutralität um Gebote für ein offenes Internet und dass alle Firmen und Privatpersonen bei der Nutzung von Datennetzen gleich behandelt werden. Dies ist mit ein Grund, warum das Web so vielfältig und lebendig ist.

Konkret sollen die Internet-Anbieter keine Inhalte oder Dienste im Netz sperren oder künstlich verlangsamen dürfen. Ebenfalls dürfen sie weder eigene noch Inhalte oder Dienste von anderen Firmen, beispielsweise durch eine höhere Bandbreite, bevorzugen.

Baldiges Ende

In den USA kümmert sich die Federal Communications Commission, kurz FCC, um die Regulierung des Internets. Der Vorsitzende der Behörde, Ajit Pai, möchte diese Gleichbehandlung nun allerdings aufweichen oder sogar ganz abschaffen, wie er in einer Rede im April verkündete. Gegen diese Pläne regt sich nun Widerstand.

Verschiedene Online-Unternehmen wie Google, Amazon und Reddit, die zu den fünf meist besuchten Websites der USA gehören, aber auch Seiten wie Youporn, Kickstarter oder Github vereinigen sich am 12. Juli zu einer Protestaktion. Auf über 60 Websites werden entsprechende Banner aufgeschaltet, die zum Erhalt der Netzneutralität im «Kampf für das Internet» aufrufen.

«Ohne Netzneutralität hätten wir Pornhub vor zehn Jahren nicht gründen können», sagte Cory Price, Vizepräsident der Porno-Website, gegenüber Motherboard.vice.com. «Das Internet wäre unter der Kontrolle der Kabelfirmen, die dadurch eine unfaire Macht hätten, die Gewinner und Verlierer am Markt zu bestimmen.»

(L'essentiel/swe)

Deine Meinung