Was kommt? – Olympia-Teilnahme steht auf der Kippe

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Was kommt?Olympia-Teilnahme steht auf der Kippe

LUXEMBURG - Auf Fränk Schleck wartet ein langes Verfahren. Der Doping-Verdacht könnte sich aber auch kurzfristig auswirken: Seine Olympia-Teilnahme ist in Gefahr.

Auf Fränk Schleck wartet unter Umständen ein langwieriges Verfahren: Wenn sich die B-Probe ebenfalls als positiv herausstellt, wird der Weltverband UCI die Angelegenheit zunächst an den luxemburgischen Radsportverband weiterleiten. Von dort aus wandert das Dossier zur Anti-Doping-Agentur im Großherzogtum (ALAD).

Wenn letztere feststellt, dass ausreichend Beweise für den Doping-Verdacht vorliegen, wird ein Disziplinarrat gebildet, in dem die Agentur die Rolle eines Staatsanwalts übernimmt. Fränk Schleck sowie die internationalen Radsport-Instanzen werden nach dem Urteil die Möglichkeit haben, in Lausanne vor dem Internationalen Sportschiedsgericht in Berufung zu gehen. Dies hatte beispielsweise der UCI in der Affäre Contador gemacht, nachdem der Spanier von der spanischen Radsportvereinigung freigesprochen worden war.

Anik Sax, Direktorin der ALAD, hat auf Nachfrage von «L’essentiel Online» erklärt, dass die Agentur in den vergangenen Jahren in ihren Probenuntersuchungen kein Xipamid festgestellt habe.

Die möglichen strafrechtlichen Folgen für Fränk Schleck sind weit gefasst: Sie reichen von einer einfachen Verwarnung bis zu einer zweijährigen Sperre.

Sperre für Olympia falls B-Probe positiv

Kurzfristigere Auswirkungen könnte der Sportler allerdings schon sehr bald zu spüren bekommen. Seine Teilnahme an den Olympischen Spielen in London, die am 27. Juli beginnen, ist in Gefahr. «Wir warten das Ergebnis der B-Probe ab. Ist sie positiv, wir der Sportler gesperrt, das ist ganz klar», erklärte Marlyse Pauly, Generalsekretärin beim Olympischen Komitee Luxemburg, auf Anfrage von «L’essentiel Online». Sollte Schleck nicht teilnehmen können, werde kein anderer Sportler aus dem Großherzogtum nachrücken können. Bruder Andy Schleck wird aufgrund einer Verletzung nicht nach London reisen.

(MC/ks/L'essentiel Online)

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