New Mexico – Oma des entsorgten Babys verteidigt die Mutter
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New MexicoOma des entsorgten Babys verteidigt die Mutter

Die Mutter der Frau (18), die in New Mexico ihr Baby in einen Abfallcontainer warf, stellt sich vor ihre Tochter: Jeder mache mal Fehler. Doch offenbar log die junge Frau.

«Die Leute können reden und sich ihre Meinung bilden, aber jeder macht einmal Fehler», sagt Martha Avila. «Sie können predigen und urteilen, wie immer sie wollen, aber für uns ist nur das Urteil eines einzigen wichtig.» Die 47-Jährige verteidigte gegenüber der «Daily Mail» ihre Tochter, die am vergangenen Freitag dabei gefilmt wurde, wie sie ihren neugeborenen Sohn in Hobbs im US-Bundesstaat New Mexico in einem Müllcontainer «entsorgt» hatte.

Nur dank einer Gruppe Personen, die sechs Stunden später im Container nach Wertsachen suchten und zunächst glaubten, eine Katze gehört zu haben, überlebte das Baby bei Temperaturen von rund einem Grad. Der Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht. Kurz darauf wurde die 18-jährige Alexis Avila in Haft genommen. Sie ist geständig und muss mit einer Anklage wegen versuchten Mordes und Kindsmisshandlung rechnen. Derzeit ist sie gegen Kaution auf freiem Fuß.

Alexis Avila hatte gegenüber den Behörden angegeben, sie habe nicht bemerkt, dass sie ein Kind erwarte. Allerdings soll sie gegenüber Freundinnen und Freunden in der Schule von ihrer Schwangerschaft erzählt haben. Auch der Vater des Kindes, der 16 Jahre alte Stephen Astorga, wusste, dass seine Freundin ein Kind erwartet hatte, glaubte aber, sie habe eine Fehlgeburt erlitten. Tatsächlich hatte Avila den mittlerweile Saul genannten Jungen im Badezimmer ihres Elternhauses entbunden. Danach habe sie «Panik gehabt» und das Kind im Hinterhof eines Ladens in den Müll geworfen. Dabei wurde sie von einer Überwachungskamera gefilmt.

Streit um Sorgerecht für Baby Saul?

Die Zukunft des Jungen ist indes noch unklar. Martha Avila hätte gerne, dass Baby Saul zu ihrer Familie kommt, doch der Vater des 16-jährigen Stephen ist fest entschlossen, um ihn zu kämpfen, wie er der «Mail» erzählt. «Natürlich wollen wir versuchen, das Sorgerecht zu bekommen», so Oscar Astorga (50). «Er ist schließlich mein Enkel.» Die Familie hat nun einen Anwalt eingeschaltet.

Obwohl Astorga und sein Sohn Stephen nichts von der Geburt wussten, hätten sie zwischenzeitlich Morddrohungen erhalten. «Es gibt eine Menge Leute auf Social Media, die unsere Familie mit dem Tod bedroht haben», so Sauls Großvater. «Aber wir haben ja nichts Falsches getan.» Die junge Mutter und ihr Sohn hatten sich im vergangenen August getrennt.

(L'essentiel/trx)

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