Luxemburg – Omikron-Variante verschont Alten- und Pflegeheime
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LuxemburgOmikron-Variante verschont Alten- und Pflegeheime

LUXEMBURG – Ministerin Corinne Cahen und der Epidemiologe Joël Mossong haben am Mittwoch über eine beruhigende Gesundheitssituation in den Alten- und Pflegeheimen berichtet.

Familienministerin Corinne Cahen (rechts) und Epidemiologe Joël Mossong zeichnen ein beruhigendes Bild der Corona-Lage in den Cispas und Pflegeheimen Luxemburgs.

Familienministerin Corinne Cahen (rechts) und Epidemiologe Joël Mossong zeichnen ein beruhigendes Bild der Corona-Lage in den Cispas und Pflegeheimen Luxemburgs.

Editpress/Fabrizio Pizzolante

«In den Pflegeheimen und Cipas ist die Lage relativ ruhig», sagte eine sichtlich erleichterte Corinne Cahen. Die Familienministerin hat am Mittwoch gemeinsam mit Epidemiologe Dr. Joël Mossong die Corona-Lage bei Personal und Bewohnern in den Cipas (Integrierte Seniorenzentren) und Pflegeheimen im Großherzogtum vorgestellt. «Die Fälle, die wir bei den Bewohnern beobachten, sind leicht oder asymptomatisch», stellte Dr. Mossong fest.

Während in den vergangenen Wochen in Luxemburg und allen anderen europäischen Ländern unter dem Einfluss der Omikron-Welle ein deutlicher Anstieg der positiven Fälle zu verzeichnen war, ist die Altersgruppe der über 60-Jährigen deutlich weniger betroffen als befürchtet. «Die überwältigende Mehrheit der Bewohner ist geboostert und auch 60 Prozent des in Luxemburg ansässigen Pflegepersonals», erklärte die Ministerin.

«Die Impfung bleibt die wichtigste Maßnahme»

Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle sei auf einem Tiefstand und weit entfernt von den Zahlen, die bei den verschiedenen Wellen beobachtet wurden. In den vergangenen Wochen waren letztere demnach marginal, mit durchschnittlich rund einem Todesfall und einer Krankenhauseinweisung – pro Woche. «Derzeit wird kein Bewohner eines Pflegeheims oder einer Cipa wegen einer Covid-19-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert», erklärte Ministerin Corinne Cahen, die die Gelegenheit nutzte, um einen Aufruf zu starten: «Die Impfung schützt wirklich.»

Zwar sei es immer schwer, die Entwicklungen vorherzusagen, erklärte Joel Mossong, aber die Situation in den Seniorenzentren sei weitgehend unter Kontrolle, zumal Personal und Bewohner sehr häufig getestet würden und bei den Besuchen der CovidCheck gelte. «Die Impfung bleibt die wichtigste Maßnahme», sagte er. In den Alten- und Pflegeheimen leben zwischen 5500 und 6000 Menschen. 95 Prozent von ihnen seien vollständig geimpft.

(Yannis Bouaraba/L'essentiel)

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