Rheinland-Pfalz – Online-Portal soll Potenzial für Solarstrom zeigen

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Rheinland-PfalzOnline-Portal soll Potenzial für Solarstrom zeigen

MAINZ – Eine Online-Plattform des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums soll das Potenzial einer Photovoltaik-Anlage auf jedem einzelnen Dach im Land aufzeigen.

Das Online-Portal richtet sich an Hauseigentümer, Unternehmer und Gemeinden gleichermaßen.

Das Online-Portal richtet sich an Hauseigentümer, Unternehmer und Gemeinden gleichermaßen.

DPA/Jörg Carstensen

Das Umweltministerium in Rheinland-Pfalz will in dieser Woche ein neues Online-Portal starten, das für alle Dachflächen im Bundesland das jeweilige Potenzial für die Erzeugung von Solarstrom ermittelt. Auf diese Weise soll die Nutzung von privaten Photovoltaik-Anlagen verstärkt werden. «Das landesweite Online-Solarkataster ist ein Meilenstein für unsere Solar-Offensive und die Energiewende im Land», erklärte Umwelt- und Energieministerin Anne Spiegel (Grüne). Die Plattform richte sich gleichermaßen an private Gebäudeeigentümer wie an Unternehmen, Kommunen oder landwirtschaftliche Betriebe.

Ähnlich wie bei der Studie des Luxemburger Institut für Wissenschaft und Technologie (LIST) geht es darum, für Solarstrom geeignete Dachflächen zu ermitteln. Das Portal in Rheinland-Pfalz soll nach Eingabe der Adresse die für ein Gebäude mögliche Stromerzeugung in Kilowattstunden anzeigen. Ein zusätzlicher «Ertragsrechner» ermittelt dann, ob sich die Investition in eine Photovoltaik-Anlage auf dem ausgewählten Dach lohnt.

Photovoltaik-Ausbau muss verdreifacht werden

Bezogen auf die Haushaltsgröße soll zudem berechnet werden, ob eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage lohnenswert wäre und welche Möglichkeiten der Ergänzung sinnvoll wären, etwa mit einem Speicher oder eine Wärmepumpe. Das Ergebnis kann dann einem Fachbetrieb oder einer Beratungsstelle vorgelegt werden.

Nahezu 1,2 Millionen Wohngebäude sowie zusätzlich Gebäude von Kommunen, Unternehmen und der Landwirtschaft seien eine große Flächenressource für die Nutzung von Solarenergie, erklärte Spiegel. Um das Ziel zu erreichen, die Stromversorgung bis zum Jahr 2030 komplett mit erneuerbaren Energien zu decken, müsse der Photovoltaik-Ausbau verdreifacht werden. «Gerade private Anlagen spielen dabei eine große Rolle.» Das Online-Solarkataster schaffe dafür eine entscheidende Grundlage.

(aub/L'essentiel/dpa)

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