Fake News: Online verbreiten sich Gerüchte um eine Mordserie im Département Moselle

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Fake NewsOnline verbreiten sich Gerüchte um eine Mordserie im Département Moselle

METZ – Nachdem vor kurzem zwei Leichen in der Region entdeckt worden sind, muss die Polizei des Départements Moselle in den sozialen Medien gegen falsche Meldungen zu angeblichen weiteren Mordfällen vorgehen.

von
Yannis Bouaraba

Vincent Lescaut

Dass in Frankreich nun in kürzester Zeit und nur 50 Kilometer voneinander entfernt zwei verstümmelte Leichen entdeckt worden sind, nehmen einige Internet-User zum Anlass, um online Panik zu verbreiten und ihre Sensationsgier zu stillen.

Der Polizei des Departements Moselle reicht es langsam. In den sozialen Medien, vor allem auf Snapchat, gehen diverse Falschmeldungen über angebliche Mordfälle viral. Da heißt es zum Beispiel: «Menschliche Überreste in einem Koffer in Herserange versteckt», «Ein Serienkiller auf der Flucht in Moselle» oder «Eine achte Leiche in der Rue Pasteur in Forbach gefunden». Jetzt hat die Polizei sich auch auf Social Media zu Wort gemeldet, um die Behauptungen zu dementieren.

«Diese ganzen Gerüchte sind völlig unbegründet. Nichts von dem, was da weitergeleitet wurde, ist wirklich passiert. Wir fordern Sie auf, diese Behauptungen nicht mehr weiter zu verbreiten», hieß es am Mittwochmorgen in einem Facebook-Post der Polizei des Departements Moselle.

Jetzt gerade erst haben neue Fake-News über eine angeblich in Creutzwald gefundene Leiche die Online-Community aufgemischt. Jean-Luc Wozniak, der Bürgermeister von Creutzwald, meinte dazu: «Wenn da irgendwas dran gewesen wäre, hätte mich die Polizei doch gewarnt». Das sei jedoch typisch für das Internet. «Einer schreibt irgendwas und alle drehen durch. Das ist gefährlich».

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