«Andrea» im Anflug – Orkan fegt über Luxemburg

Publiziert

«Andrea» im AnflugOrkan fegt über Luxemburg

LUXEMBURG - Orkan «Andrea» dürfte heftiger als «Ulli» pusten: Am Donnerstag werden die Sturmböen mit bis 110 Stundenkilometern erwartet. Die Mosel-Pegel steigen.

War «Ulli» relativ harmlos, dürfte «Andrea» kräftiger pusten. Sturmböen mit 80 bis 110 Stundenkilometern fegen am Donnerstagvormittag über Luxemburg hinweg.

Der Wetterdienst hat eine Sturmwarnung herausgegeben. Erst am Freitag klingt der Sturm wieder ab. Dann ist aber noch immer mit Windgeschwindigkeiten von 50 bis 65 Stundenkilometern zu rechnen.

So viel Regen wie sonst in einem halben Monat

Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte auf überschwemmte Straßen und Aquaplaning achten. Denn «Andrea» bringt starke Schauer mit sich. Flächenweise kann es bis zu 36 Liter pro Quadratmeter regnen. Das ist die Hälfte der durchschnittlichen Niederschläge des gesamten Monats Januar.

Pegel steigen an der Mosel

Der starke Regen lässt das Hochwasser an der Mosel immer weiter steigen - dort könnte schon bald der Schiffsverkehr vorerst eingestellt werden.

In Luxemburg lag der Wasserstand am Meldepegel in Stadtbredimus am Mittwochnachmittag nur noch wenige Zentimeter unter dem «Meldewert» für Überschwemmungsgefahr. Wie sich die Pegel in Luxemburg entwickeln, ist auf der Internetseite inondations.lu zu verfolgen. In Schengen ist die Straße CR152B wegen Überschwemmungen gesperrt.

Bereits Mitte Dezember hatte Sturmtief «Joachim» in Luxemburg für überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer hatten für über 200 Feuerwehreinsätze in Luxemburg gesorgt.

(L'essentiel Online)

Orkantief in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Orkan «Andrea» hat am Donnerstagmorgen für erste Schäden in Rheinland-Pfalz gesorgt. Vor allem auf dem Hunsrück und in der Eifel wurden nach Polizeiangaben mehrere Landstraßen wegen umgeknickter Bäume gesperrt. Größere Unfälle gab es aber zunächst nicht. Der Flugverkehr am Flughafen Hahn wurde durch den Sturm nicht beeinträchtigt.

Das Saarland sei vom Sturmtief bislang noch weitgehend verschont geblieben, berichtet der SR am Donnerstag. Landesweit stürzten mehrere Bäume um.

Der Wasserstand der Mosel am Pegel Trier könnte schon in der Nacht zum Freitag 7 Meter erreichen, sagte ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums Mosel in Trier. Die Schifffahrt werde ab 6,95 Metern eingestellt. Bis zu 7,50 Meter könnte der Pegel dann am Freitag steigen. Mit größeren Überflutungen rechnen die Fachleute allerdings nicht. Normalerweise steht das Wasser am Pegel Trier bei drei Metern. Am Mittwoch lag der Wasserstand bei rund 6,50 Metern.

So wird das Wetter!

Auf «L’essentiel Online» können Sie die Wettervorhersage für Luxemburg und die Großregion anschauen.

Deine Meinung