28. Platz für Luxemburger – Osch konnte im Slalom «nicht mal den Boden sehen»

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28. Platz für LuxemburgerOsch konnte im Slalom «nicht mal den Boden sehen»

Der luxemburgische Skifahrer Matthieu Osch erreichte am Sonntag bei den Olympischen Spielen unter extremen Bedingungen im Riesenslalom einen guten 28. Platz.

Der Luxemburger Matthieu Osch erreichte einen respektablen 28. Platz.

Der Luxemburger Matthieu Osch erreichte einen respektablen 28. Platz.

AFP

«An einem Tag ist so viel Schnee gefallen wie in einem ganzen Jahr», sagte Matthieu Osch, der am Sonntag bei den Olympischen Spielen in Peking im Riesenslalom antrat. Der Luxemburger hat den Elementen getrotzt und nach den beiden Läufen einen hervorragenden 28. Platz belegt. Nachdem er im ersten Lauf auf Platz 34 landete, verbesserte er sich im zweiten Lauf auf Platz 28 – 17,19 Sekunden hinter dem Schweizer Goldmedaillengewinner Marco Odermatt.

«Im zweiten Lauf habe ich einen sehr großen Fehler gemacht, der mich mehrere Sekunden gekostet hat. Ich denke, ich hätte noch zwei oder drei Plätze gutmachen können. Aber wenn man mir gesagt hätte, dass ich 28. werde, hätte ich sofort unterschrieben», sagte Matthieu Osch, der bei seinen ersten Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang 62. wurde. Seine Platzierung ist auch deshalb hoch einzuschätzen, da er mit extremen Bedingungen zu kämpfen hatte, die fast die Hälfte der Teilnehmer zur Aufgabe zwang.

«Diesmal habe ich zur Ablenkung ein Kreuzworträtsel gelöst»

«Wir hatten jeden Tag einen großen blauen Himmel und auf einmal fing es an zu schneien wie in den Alpen», betont Osch: «Die Sicht war wirklich schlecht, man konnte nicht einmal den Boden richtig sehen.» Ungewöhnlich viel Naturschnee auf der Piste zwang die Organisatoren, die Piste zwischen den beiden Läufen zu räumen, was den zweiten Start um mehr als eine Stunde nach hinten verschob. «Ich beschäftige mich zwischen den Läufen, um mich abzulenken. Manchmal höre ich mir Golf-Podcasts an, aber diesmal habe ich ein Kreuzworträtsel gelöst», berichtet der Luxemburger.

Ein erfolgreiches Rezept, das es ihm ermöglicht hat, ein Ergebnis zu erzielen, das seinen letzten Weltmeisterschaften entspricht, bei denen er im Slalom den 28. und im Riesenslalom den 31. Platz belegte. «Das nimmt mir den Druck für den Slalom, das ist ein Vorteil», sagt Osch, der in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bei seinem Lieblingsrennen antreten wird.

(Nicolas Grellier/L'essentiel)

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