Nordkorea – Otto Warmbiers Eltern: «Sie haben ihn zerstört»

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NordkoreaOtto Warmbiers Eltern: «Sie haben ihn zerstört»

Erstmals seit dem Tod von Otto Warmbier haben sich seine Eltern öffentlich geäußert. Sie erheben schwere Vorwürfe gegenüber Nordkorea.

Erstmals seit dem Tod von Otto Warmbier haben sich seine Eltern öffentlich geäußert. Der 22-jährige Student wurde am 2. Januar 2016 in Nordkorea festgenommen, weil er in einem Hotel ein Propagandaposter entwendet hatte. Der Amerikaner wurde zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Einen Monat nach dem Schuldspruch fiel Warmbier ins Koma. Am 12. Juni 2017 wurde Warmbier an die USA ausgeliefert, wo er sieben Tage später verstarb.

Sein Vater Fred Warmbier äußerte deutliche Worten gegenüber dem amerikanischen TV-Sender «Fox News»: «Die Nordkoreaner sind Terroristen. Sie haben Otto gekidnappt, gefoltert und absichtlich verletzt.» Fred Warmbier beschrieb den Moment, als er seinen Sohn nach 19 Monaten wieder sah: «Als wir das Flugzeug bestiegen, in dem Otto in die USA transportiert wurde, hörten wir ein unmenschliches Geräusch. Wir wussten nicht recht, was es war. Als wir ihn dann sahen, hatte er eine Magensonde in der Nase und sein Schädel war kahl rasiert. Er starrte an die Decke und zuckte unkontrolliert. Es sah aus, als hätte jemand eine Zange genommen und seine Zähne neu sortiert.» Auch seine Mutter war dabei, als Otto Warmbier in die USA zurückgebracht wurde: «Sie haben ihn zerstört», sagt Cindy Warmbier: «Keine Eltern sollte das erleben, was wir erlebt haben.»

Für die Eltern ist auch klar, wieso Nordkorea Otto Warmbier in die USA zurückschickt: «Er lag im Sterben», sagte Cindy Warmbier.

(L'essentiel/fur)

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