In Brasilien – Paar hat während Zoom-Konferenz des Stadtrates Sex

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In BrasilienPaar hat während Zoom-Konferenz des Stadtrates Sex

Während einer Videokonferenz des Stadtrats von Rio de Janeiro vergnügte sich ein Teilnehmer anderweitig. Blöd nur, dass er dabei vergaß, die Webcam seines Laptops auszumachen.

Eigentlich ging es bei dem Zoom-Meeting, das um 10 Uhr startete, um die Sicherheit der Nahrungsmittel für Schüler während der Coronavirus-Pandemie. Doch das Thema geriet schnell in den Hintergrund, als einer der Teilnehmer vergaß, die Kamera auszuschalten, nachdem er die Diskussion offenbar nicht mehr weiter verfolgt hatte.

Plötzlich sieht man, wie der Mann im Hintergrund mit einer Frau wieder auftaucht. Dann hat das Paar Sex auf dem Bett. Obwohl die Ratsmitglieder die anrüchige Szenen über den Video-Feed verfolgen konnten, wurde die Stadtratssitzung ohne Unterbrechung fortgesetzt. In einer Erklärung sagte Rios Stadtrat Leonel Brizola, der Vorfall sei eine «unfreiwillige Indiskretion», und er bedauere, dass jetzt das wichtige Thema des Treffens in den Hintergrund geraten sei.

«Sobald wir bemerkten, was geschah, baten wir die Mitarbeiter, die das Audio und Video der Teilnehmer kontrollierten, es aus dem Feed zu nehmen», so Brizola zu Metro.co.uk. Ob der Mann, der laut Lokalzeitung Gobo kein Stadtrat ist, für sein öffentliches Schäferstündchen bestraft wurde, ist nicht überliefert. Die Sitzung lief laut mehreren Medienberichten nach dem Vorfall noch für vier Stunden weiter.

So schützt du dich auf Zoom

Die Corona-Pandemie hat Zoom zu einem rasanten Anstieg bei den Nutzerzahlen verholfen. Heute nutzen den Videochat-Dienst rund 20-mal mehr Leute als noch vor ein paar Monaten. Die Entwickler wurden dabei auch wegen Mängel kritisiert. So ist etwa die Kommunikation nur von den Clients bis zu den Zoom-Servern sicher. Zoom hat also Zugriff auf die unverschlüsselten Video-, Audio- und Chat-Daten. Mehrere Firmen, darunter Google und Spacex, haben Zoom deshalb verboten.

Um sich selbst besser zu schützen, gibt es eine Reihe von Maßnahmen. Einerseits sollte die Software durch Updates stets auf dem neuesten Stand gehalten werden. Meetings sollten auch mit einem Kennwort geschützt werden und einen registrierten Zoom-Account voraussetzen. Durch das Einrichten eines Warteraums können Störenfriede frühzeitig erkannt und verbannt werden. Sind einmal alle Teilnehmer im Meeting angekommen, kann dieses gesperrt und damit weitere Zugriffe unterbunden werden. Und durch das Einschränken von Zugriffsrechten können Screensharing vor Missbrauch geschützt werden.

(L'essentiel/Tobias Bolzern)

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