England: Paar in Bristol wegen moderner Sklaverei zu Haftstrafen verurteilt
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EnglandPaar in Bristol wegen moderner Sklaverei zu Haftstrafen verurteilt

Ein Paar in Bristol ist zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden, nachdem es jahrelang Dutzende eingeschleuste Menschen unter unwürdigen Bedingungen zur Arbeit gezwungen hat

03.06.2022, Sachsen-Anhalt, Halle: Mit Fußfesseln geht die Angeklagte vor Prozessbeginn in den Gerichtssaal am Landgericht. Im Prozess um einen mutmaßlichen Auftragsmord an einer 52-Jährigen soll am gleichen Tag ein Urteil gesprochen werden. Angeklagt sind der Ehemann, dessen Geliebte und ein Bekannter wegen gemeinschaftlichen Mordes. Der Ehemann und die Geliebte sollen laut Anklage den dritten Beteiligten beauftragt haben, die Ehefrau zu töten, um einem langwierigen Scheidungsverfahren zu entgehen. Dieser Mann habe die Frau dann erstochen. Den Angeklagten droht im Fall einer Verurteilung lebenslange Haft. Foto: Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die mutmaßlichen Täter sollen die Löhne ihrer Opfer für Autos oder Spiele ausgegeben haben.

Jan Woitas/dpa

Der Mann (45) und die Frau (46) hätten über fast ein Jahrzehnt hinweg mindestens 29 gefährdete Menschen – teilweise Waisen aus der Slowakei – nach Großbritannien eingeschleust und ihnen ein besseres Leben versprochen, berichtete der Sender Sky News am Mittwoch nach dem Urteil. Der Mann wurde zu 16 Jahren, die Frau zu 9 Jahren Haft verurteilt – beide wegen des Tatbestands der modernen Sklaverei.

Das Paar habe seine Opfer zum Arbeiten in verschiedenen Jobs gezwungen und die Löhne selbst für Autos oder Spielen ausgegeben. In einem Fall soll eines der Opfer sogar mit einem gebrochenen Arm zur Arbeit in einer Autowaschanlage gezwungen worden sein. Auch die Lebensverhältnisse der Opfer wurden als «elend» beschrieben.

(DPA)

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