Massenproteste – Palästinenser planen «Marsch der Rückkehr»
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MassenprotestePalästinenser planen «Marsch der Rückkehr»

Im Gazastreifen kommt es am Freitag zu Massenprotesten. Palästinenser versammeln sich an der Grenze zu Israel, um ihren Anspruch auf das dortige Gebiet zu untermauern.

Vor einem angekündigten Massenprotest schwenkt ein Mann in einem Zeltlager an der Grenze zu Israel eine palästinensische Flagge.

Vor einem angekündigten Massenprotest schwenkt ein Mann in einem Zeltlager an der Grenze zu Israel eine palästinensische Flagge.

Ashraf Amra

Tausende Palästinenser sind am Freitagvormittag zu den geplanten Massenprotesten im Gazastreifen gekommen. Die Menschen versammelten sich in der Nähe des Sicherheitszaunes an der Grenze zu Israel für den «Marsch der Rückkehr», berichteten palästinensische Medien und Augenzeugen.

Die radikal-islamische Hamas will mit der Aktion ihren Anspruch auf ein «Recht auf Rückkehr» für palästinensische Flüchtlinge und deren Nachkommen in das Gebiet des heutigen Israels untermauern. Es sollen auch zahlreiche Zeltlager im Grenzgebiet errichtet werden.

Protest bis Mitte Mai

In der Nacht zum Freitag war ein Palästinenser nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza von israelischen Soldaten erschossen worden. Die israelische Armee teilte mit, ein Panzer habe in der Nacht das Feuer auf zwei Verdächtige eröffnet, die sich im südlichen Teil des Küstengebietes dem Sicherheitszaun genähert hätten.

Die Proteste sollen bis zum 15. Mai dauern. Anlass sind die Feiern zum 70. Jahrestag der Gründung Israels. Die Palästinenser begehen den 15. Mai als Nakba-Tag (Tag der Katastrophe), weil im ersten Nahost-Krieg 1948 rund 700.000 Palästinenser flohen oder vertrieben wurden. Israel lehnt eine Rückkehr in das eigene Staatsgebiet ab.

(L'essentiel/dpa)

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