Tsunami-Warnung – Panik nach Beben, Todesopfer in Sumatra

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Tsunami-WarnungPanik nach Beben, Todesopfer in Sumatra

Ein Beben der Stärke 7,8 hat die Westküste von Indonesien erschüttert. Berichten zufolge gibt es mehrere Tote. Eine Tsunami-Warnung konnten die Behörden wieder aufheben.

Anfällige Region auf dem pazifischen Feuerring: Bewohner von Padang bringen sich in Sicherheit. (Bild: AFP)

Anfällige Region auf dem pazifischen Feuerring: Bewohner von Padang bringen sich in Sicherheit. (Bild: AFP)

Die Westküste der indonesischen Insel Sumatra ist von einem Seebeben der Stärke 7,8 erschüttert worden. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte lag das Epizentrum des Bebens zehn Kilometer unter dem Meeresgrund und rund 662 Kilometer vom Land entfernt. Die indonesischen Behörden hatten vor einem Tsunami gewarnt, die Warnung später aber wieder aufgehoben.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf indonesische Behörden von mehreren Toten. Die genaue Zahl sei noch unbekannt, teilte der Katastrophenschutz mit. Die Such- und Rettungsarbeiten würden durch die Dunkelheit behindert.

Das Beben ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS westlich der Insel Sumatra in einer Tiefe von 24 Kilometern. Zuvor hatte diese von einer Stärke von bis zu 8,2 und einer Tiefe von zehn Kilometern gesprochen. Japanische Seismologen maßen eine Stärke von 8,3. Sowohl Indonesien als auch Australien hatten vor einem Tsunami gewarnt.

Augenzeugen erzählen, dass die Menschen sofort auf die Straße gerannt seien. «Um 20 Uhr abends spürten wir die Vibration. Wir waren gerade in einer Moschee und rannten voller Panik hinaus», sagte ein Augenzeuge laut dem britischen «Mirror». Schäden an Gebäuden habe er nicht gesehen.

Die Bewohner von Mentawai, einer Inselkette an der Westküste von Sumatra, würden evakuiert, berichtet «The Independent».

Tsunami 2004 forderte 230.000 Tote

Indonesien ist wegen seiner Lage auf dem sogenannten pazifischen Feuerring anfällig für Erdbeben. Am 26. Dezember 2004 hatte ein schweres Seebeben im Indischen Ozean einen verheerenden Tsunami ausgelöst. Etwa 230.000 Menschen kamen ums Leben. Allein in Indonesien gab es etwa 170'000 Todesopfer, die meisten davon in der Provinz Aceh.

(L'essentiel/sda/ij)

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