Für Polizeiposten – Panzer in den Favelas von Rio de Janeiro

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Für PolizeipostenPanzer in den Favelas von Rio de Janeiro

Über 1000 Polizisten und Soldaten sind in die Favelas von Rio eingerückt. Es sollen zwei neue Polizeiposten gebaut werden.

Die brasilianische Polizei ist in eine von Banden kontrollierte Armensiedlung im Norden Rio de Janeiros eingerückt. Mehr als 1000 Sicherheitskräfte seien am Sonntag an der Aktion in den Favelas Lins und Camarista Méier beteiligt gewesen, berichtete der Fernsehsender TV Globo.

Zwei neue Polizeiposten

Kein einziger Schuss sei gefallen, als die 590 Polizisten und 180 Soldaten am Sonntag in die Favela Lins de Vasconcelos einmarschierten, sagte der Kommandeur der Militärpolizei in Rio, Luis Castro Menezes. Ziel der Operation ist es, in dem Elendsviertel mit rund 15 000 Einwohnern zwei Polizeireviere zu installieren und Drogenbanden, die bisher dort die Kontrolle hatten, zu vertreiben. Wegen ihres brutalen Vorgehens war zuletzt vor allem die Militärpolizei von Rio in die Kritik geraten.

Laut einem Untersuchungsbericht sollen Beamte einen Hilfsarbeiter aus der Armensiedlung Rocinha verschleppt und zu Tode gefoltert haben. «Die Leute verstehen, dass Amarildo ein Einzelfall war», zitierte TV Globo am Sonntag den Pressesprecher der Militärpolizei. «Der Prozess der Befriedung von Rio wird dadurch nicht aufgehalten.»

Vor der Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr und den Olympischen Spiele 2016 gehen die brasilianischen Sicherheitskräfte verstärkt gegen die Gangs in der Stadt vor. Zahlreiche Favelas wurden bereits besetzt. Einheiten der sogenannten Friedensschaffenden Polizeieinheit (UPP) sollten dort dauerhaft stationiert werden und für Sicherheit sorgen.

(L'essentiel Online/sda)

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