Weckruf – Parallelen zur «Großen Depression»

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WeckrufParallelen zur «Großen Depression»

Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, warnt vor einer düsteren Zukunft für die Weltwirtschaft.

IWF-Direktorin Lagarde:«Den Problemen wirklich ins Auge sehen, nicht die Augen vor der Wahrheit zu verschliessen, die Wahrheit zu akzeptieren, die Realität zu akzeptieren, dann damit umgehen».

IWF-Direktorin Lagarde:«Den Problemen wirklich ins Auge sehen, nicht die Augen vor der Wahrheit zu verschliessen, die Wahrheit zu akzeptieren, die Realität zu akzeptieren, dann damit umgehen».

AFP

Sollten die aktuellen Probleme nicht entschieden angegangen werden, könnte sich die globale Wirtschaft den gleichen Bedrohungen ausgesetzt sehen wie vor der «Great Depression» (Grosse Depression) in den 1930er-Jahren, mahnte IWF-Direktorin Lagarde am Donnerstag bei einer Konferenz des US-Aussenministeriums in Washington.
Lagarde rief alle Länder zu gemeinsamen Bemühungen im Kampf gegen die europäische Schuldenkrise auf. Europa könne seine Probleme nicht alleine lösen, sagte sie. Die «Great Depression» dauerte rund zehn Jahre. Sie nahm ihren Ausgang am «Schwarzen Freitag», am 24. Oktober 1929, als die New Yorker Börse an der Wall Street abstürzte. In der Folge gingen weltweit Banken und Unternehmen pleite, zuerst in den USA.

Finanzmärkte sollen Staaten Zeit lassen

Es gehe darum «den Problemen wirklich ins Auge zu sehen, nicht die Augen vor der Wahrheit zu verschliessen, die Wahrheit zu akzeptieren, die Realität zu akzeptieren, dann damit umzugehen», sagte Lagarde am Donnerstag.

Welche Schritte sie von einzelnen Ländern oder dem IWF erwartet, erwähnte Lagarde nicht. Die IWF-Chefin rief die Finanzmärkte auf, Staaten genug Zeit zu lassen, um den politischen Prozess zu bewältigen und eine Lösung zu finden.

Vergangene Woche hatten mehrere europäische Länder angekündigt, dem IWF Darlehen zur Verfügung zu stellen, um dessen Ressourcen aufzustocken. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama erklärte jedoch, von den USA werde es keine zusätzliche Unterstützung für den IWF geben. Der Währungsfonds verfüge über ausreichend Ressourcen, hiess es zur Begründung.

L'essentiel Online /

(dapd)

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