Plan der Bürgermeisterin – Pariser Zentrum soll Fußgängerzone werden

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Plan der BürgermeisterinPariser Zentrum soll Fußgängerzone werden

Die Bürgermeisterin von Paris will den Autoverkehr im Stadtzentrum weiter zurückdrängen. Die Viertel rund um die Kirche Notre-Dame und den Louvre sollen zur Fußgängerzone werden.

Im Umkreis von Pariser Sehenswürdigkeiten wie dem Centre Pompidou sollen weitere Freiräume für Fußgänger geschaffen werden.

Im Umkreis von Pariser Sehenswürdigkeiten wie dem Centre Pompidou sollen weitere Freiräume für Fußgänger geschaffen werden.

DPA/Google Maps

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo will auf längere Sicht das historische Zentrum der Hauptstadt in einem Fußgängerbereich umwandeln. «Der Vorschlag kommt von Bewohnern, ausgehend von einer Vision, die wir teilen», sagte die sozialistische Politikerin laut Tageszeitung Le Monde. Die Stadt bestätigte am Donnerstag auf Anfrage Medienberichte, wonach die seit vier Jahren regierende Hidalgo das Vorhaben für eine mögliche weitere Amtszeit von 2020 an anstrebe.

Der Plan betrifft die ersten vier Arrondissements der Millionenmetropole. In diesen Bezirken liegen berühmte Touristenattraktionen wie die Kathedrale Notre-Dame, das Louvre-Museum, das Centre Pompidou oder die malerischen Seine-Inseln Île de la Cité und Île Saint Louis. In einem ersten Schritt sollen diese zentralen Arrondissements, in denen auch viele Bürogebäude liegen, ab 2019 an Sonntagen für den Autoverkehr gesperrt werden.

Alte Diesel-Fahrzeuge ab Mitte 2019 verbannt

Hidalgos Verkehrspolitik ist seit langem auf das Zurückdrängen des Autoverkehrs aus der chronisch verstopften Metropole ausgerichtet. Mit der Umwandlung von Uferstraßen an der Seine in Fuß- und Radfahrerwege an der Seine handelte sich die Sozialistin auch Ärger vor Gericht ein.

Die Stadt hatte unlängst beschlossen, dass im Großraum der Millionenstadt alte Diesel-Fahrzeuge von Mitte 2019 an nicht mehr fahren dürfen.

(L'essentiel/dpa)

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