Energie in Luxemburg – Parkhausdach liefert Strom für 93 Haushalte in Esch
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Energie in LuxemburgParkhausdach liefert Strom für 93 Haushalte in Esch

ESCH/ALZETTE - Auf einem Parkhaus in Esch/Alzette wurde am Mittwoch eine Photovoltaikanlage eingeweiht - eine Premiere in Luxemburg.

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Am Mittwoch ist in Esch/Alzette der erste «Solar-Carport» eingeweiht worden.

Am Mittwoch ist in Esch/Alzette der erste «Solar-Carport» eingeweiht worden.

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Das innovative Parkhaus in der Rue Henri-Koch ist ein überdachter Parkplatz mit 772 Solarzellen.

Das innovative Parkhaus in der Rue Henri-Koch ist ein überdachter Parkplatz mit 772 Solarzellen.

Sudsolar Energy Invest
Diese sind in der Lage, 273 MWh pro Jahr zu produzieren.

Diese sind in der Lage, 273 MWh pro Jahr zu produzieren.

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Am Mittwoch ist in Esch/Alzette der erste «Solar-Carport» eingeweiht worden. Das innovative Parkhaus in der Rue Henri-Koch ist ein überdachter Parkplatz mit 772 Solarzellen. Diese sind in der Lage, «273 MWh pro Jahr zu produzieren. Genug, um den Stromverbrauch von 93 Haushalten in der Gemeinde oder eine Fahrt von 1,3 Millionen Kilometern mit einem Elektroauto zu versorgen», sagt Torsten Schockmel, Verwaltungs- und Finanzdirektor von Sudstroum.

Die Herausforderung bestehe oft darin, große Flächen zu finden, um eine ausreichende Anzahl von Solarmodulen zu installieren, «denn kleine Anlagen sind nicht sehr rentabel», meint Schockmel, «hier ist es perfekt». Denn der von den Paneelen erzeugte Strom werde direkt in das Netz der Gemeinde eingespeist. Die Installation und der Anschluss kosteten 300.000 Euro, sagte François Neu, Geschäftsführer von Enerdeal, dem Unternehmen, das das Projekt zu gleichen Teilen mit Sudstroum finanziert hat. Ein ähnliches Projekt sei derzeit in Mamer in Planung.

«Wir sind stolz auf das Projekt», sagte Georges Mischo (CSV), Bürgermeister von Esch/Alzette. Sein ambitioniertes Ziel ist es «auf jedem neuen Gebäude Sonnenkollektoren zu installieren». Energieminister Claude Turmes (Déi Gréng) seinerseits ist erfreut, «dass die Wirtschaft nun auf diese Art von Projekten drängt». Ihm zufolge sind sowohl die Gemeinde als auch der Eigentümer die Gewinner. Er glaubt, dass das Potenzial groß ist, denn «in Luxemburg gibt es mehrere hundert Hektar an Parkplätzen».

(jg/L'essentiel)

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