Kinnekswiss-Party – «Parks schließen würde das Problem nur verschieben»
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Kinnekswiss-Party«Parks schließen würde das Problem nur verschieben»

LUXEMBURG – Das Ministerium für Innere Sicherheit hat Stellung zu den Exzessen in Parks bezogen. Die Polizei könne hier nur bedingt Abhilfe leisten.

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Während auf den Terrassen der Bars und Restaurants genauestens auf die Corona-Maßnahmen geachtet wird, feierten am Samstag hunderte Menschen auf der «Kinnekswiss» ohne jede Vorsicht.

Während auf den Terrassen der Bars und Restaurants genauestens auf die Corona-Maßnahmen geachtet wird, feierten am Samstag hunderte Menschen auf der «Kinnekswiss» ohne jede Vorsicht.

L'essentiel

Zwei Tage nach der Corona-Party im Stadtpark von Luxemburg hatte Bürgermeisterin Lydie Polfer Polizeiverstärkung gefordert, um Versammlungen ohne Masken und ohne Beachtung der Barrieresgesten zu unterbinden. Auf Anfrage von L'essentiel hat sich nun auch die Regierung zu dem Thema geäußert.

Als es zu ersten Party-Exzessen kam, hätten die Ministerien für Öffentliche Arbeiten und Innere Sicherheit bereits reagiert und den Park Dräi Eechelen geschlossen, «da das Gelände aufgrund seiner Lage eine Gefahr für mögliche betrunkene Feiernde darstellte». Für die Kinnekswiss oder einen anderen Park wolle man eine solche Entscheidung aber nicht treffen. «Weitere Schließungen würden das Problem letztlich nur verschieben», erklärt das Ministerium für Innere Sicherheit.

Auch stehe es außer Frage, unter allen Umständen besondere Härte walten zu lassen: «Für die Polizei muss die Reaktion zu jeder Zeit verhältnismäßig zur jeweiligen Situation sein, in diesem Fall mit Erstellung von Bußgeldern. Ziel ist es zu verhindern, dass die Situation außer Kontrolle gerät.»

« Es gibt eine gewisse Ermüdung »

Wenn Gefahr vorhanden ist, bei schweren Straftaten oder Sicherheitsproblemen, greife die Polizei aber ein. «Der Einsatz von Zwangsmitteln muss auf Situationen der absoluten Notwendigkeit beschränkt sein», so das Ministerium weiter. Beim Einsatz am Freitag seien mehr als 20 Beamte beteiligt gewesen.

Ob es eine gewisse Toleranzprobleme bezüglich der Hygienemaßnahmen gibt? Das kann das Ministerium nicht sagen, allerdings stelle man «eine gewisse Müdigkeit fest, die zunehmend in der Bevölkerung und natürlich auch bei den Jüngsten zu spüren ist». Dies sei besorgniserregend und müsse so schnell wie möglich eingedämmt werden. Die Politik müsse hier ihrer Rolle gerecht werden und die Menschen «immer wieder auf den Sinn der geltenden Vorschriften und die Notwendigkeit hinweisen», so das Ministerium.

(th/L'essentiel)

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