Luxemburgs Krankenhäuser – Patienten «mit Corona» bereiten neue Sorgen

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Luxemburgs KrankenhäuserPatienten «mit Corona» bereiten neue Sorgen

LUXEMBURG – Während die Zahl der wegen des Coronavirus zu behandelnden Patienten übersichtlich bleibt, stellen Patienten mit zusätzlich Covid-19 die Kliniken vor neue Probleme.

Da das Pflegepersonal ohnehin schon knapp ist, drohen Abteilungsschließungen.

Da das Pflegepersonal ohnehin schon knapp ist, drohen Abteilungsschließungen.

CHL/ Paul Foguenne

Luxemburgs Krankenhäuser sehen sich in der Omikron-Welle mit einer neuen Sorge konfrontiert: Auf den Covid-Stationen des Landes liegen immer mehr Patienten, die zwar positiv getestet wurden, aber wegen ganz anderer Erkrankungen behandelt werden müssen.

Im Nordspidol etwa müssen nur 14 der insgesamt 25 Patienten auf der Covid-Station auch tatsächlich wegen ihrer Corona-Infektion behandelt werden. Ähnlich auch die Lage im CHL: Dort werden derzeit 18 Corona-Patienten behandelt und 29 Patienten «mit Corona». Das Problem: Aufgrund der nötigen Isolations- und Schutzmaßnahmen ist die Behandlung von Patienten auf Covid-Stationen sehr viel personalintensiver als auf normalen Stationen. Unabhängig davon, ob die Patienten auch tatsächlich an Corona erkrankt oder nur im Rahmen ihres Kranhausaufenthalts positiv getestet worden sind.

Da das Pflegepersonal ohnehin schon knapp ist, drohen Abteilungsschließungen, wie jüngst im Centre Hospitalier Émile-Mayrisch, das im Rahmen einer «internen Reorganisation» eine Abteilung in Niederkorn hat schließen müssen, um das Personal auf andere Abteilungen verteilen zu können.

(nm/L'essentiel)

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