A64 – Pendlerstrecke bei Trier bleibt erst einmal einspurig
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A64Pendlerstrecke bei Trier bleibt erst einmal einspurig

TRIER – Pendler in Richtung Luxemburg zwängen sich seit Jahren durch ein Nadelöhr: Die Biewerbach-Talbrücke an der A64. Das wird wohl noch etwas länger so bleiben.

Sie sind so etwas wie die verkehrspolitischen Heiligen Drei Könige der Region Trier: Nordumfahrung, Westumfahrung und der vierspurige Ausbau der Biewerbachtalbrücke. Diese Engstelle auf der Luxemburg-Autobahn A64 ist einer der Flaschenhälse im Verkehrssystem rund um Trier ist – und nervt besonders Grenzgänger auf dem morgendlichen Weg nach Luxemburg. Denn weil aller Verkehr sich nur für die Brücke auf eine Spur zwängen muss, staut es sich oft schon bis zum Ehranger Berg. Rund 30.000 Fahrzeuge sind dort an normalen Werktagen unterwegs. Tendenz steigend. Stau droht auch deshalb, weil auf der Brücke nicht mehr als 80 Kilometer pro Stunde erlaubt sind.

Es werden aber noch einige Monate ins Land gehen, ehe Bauarbeiten beginnen. Denn nach Auskunft des zuständigen Landesbetriebs Mobilität müssen noch naturschutzrechtliche Fragen abgestimmt und alte Pläne überprüft werden. Die rechtlichen Grundlagen für den Bau der Autobahnbrücke stammen aus den 1970er Jahren und entsprechen den damaligen Anforderungen an solche Genehmigungen. Damit ist jedoch heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Deshalb muss nachgebessert werden.

Fundamente stehen schon

Auch die bereits bestehenden Fundamente müssen noch einmal überprüft werden. Schließlich wurde beim Bau der Strecke im Bereich zwischen Trier-Biewer und Aach genauso wie bei der A 60 zwischen Prüm und der belgischen Grenze alles für vierspurige Brücken vorbereitet. Das bedeutet, dass Fundamente errichtet wurden. Sie befinden sich östlich der bestehenden Brückenkonstruktion

Gebaut wurden in der Eifel und im Biewerbachtal jedoch teilweise nur Brücken, die Platz für zwei Fahrspuren haben. Unter anderem wegen mehrerer tödlich verlaufender Verkehrsunfälle ist in der Eifel Jahre später nachgebessert worden. Inzwischen stehen dort vier Spuren zur Verfügung, da neben die alte Brücke eine neue gestellt worden ist. Trotz einiger ebenfalls schwerer Unfälle vor, auf und hinter der Biewerbachtalbrücke ist dies bisher unterblieben. Stattdessen haben die Straßenplaner versucht, dem steigenden Verkehrsaufkommen mit einer neuen Markierung beizukommen. Zwei Spuren sind in Fahrtrichtung Ehrang auf den Asphalt gepinselt worden, eine Richtung Luxemburg.

Der Landesbetrieb hofft, dass bis zum Herbst kommenden Jahres die Genehmigung für die zweite Brückenhälfte vorliegt. Anschließend könnte gebaut werden. Vermutlich wird es drei Jahre dauern, ehe das erste Auto auf neuer Fahrbahn zwischen dem Moseltal und der luxemburgischen Grenze fahren kann. Bisher wird mit Kosten in Höhe von rund 14 Millionen Euro für das Projekt gerechnet.

Quelle: Trierischer Volksfreund

(L'essentiel)

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