Petition in Luxemburg – Periodenurlaub könnte ernsthaft diskutiert werden
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Petition in LuxemburgPeriodenurlaub könnte ernsthaft diskutiert werden

LUXEMBURG – Die Petition bezüglich Menstruationsurlaub geht mit großen Schritten auf die notwendigen 4500 Unterschriften zu. Wird sie bald an offizieller Stelle diskutiert?

Die Petition fordert zwei Tage Menstruationsurlaub pro Monat.

Die Petition fordert zwei Tage Menstruationsurlaub pro Monat.

Die Petition, die seit einer Woche auf der Website der Chamber zur Unterzeichnung online ist und zwei freie Tage pro Monat für Frauen fordert, die ihre Periode haben, hatte bis Montagabend fast 3750 Unterschriften. «Ziel ist es, den Frauen eine zweitägige Freistellung zu ermöglichen, damit sie zu Hause bleiben können und sich nicht mit Bauchschmerzen zur Arbeit zwingen oder quälen müssen. Das bedeutet, nicht jeden Monat eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen zu müssen und sich dann schuldig zu fühlen», so die Petentin.

«Es ist wichtig, die Klischees zu überwinden, die sich rund um die Menstruation hartnäckig halten. Zu oft bleibt dieses Thema ein Tabu, das für Frauen mit Ängsten oder Schamgefühlen verbunden ist», erklärt das Ministerium für die Gleichstellung. Die Petition wird von der feministischen Vereinigung Lëtz Rise Up unterstützt. Die Organisation freut sich, «dass die mit der Menstruation verbundenen Schmerzen und Leiden in der Öffentlichkeit thematisiert werden».

Wenn die Petition 4500 Unterschriften erreicht, «könnte dies Gegenstand einer Diskussion mit den Sozialpartnern sein», so das Arbeitsministerium. «Jeder, der leidet, hat das Recht, nicht zu arbeiten, und es wäre reaktionär, von den Frauen zu verlangen, den Ursprung ihrer Beschwerden offenzulegen», sagt Jean-Paul Olinger, Direktor des Patronatsverbandes UEL.

(mm/L'essentiel)

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