Asylanten in Containern – Petinger sind gegen neue Nachbarn

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Asylanten in ContainernPetinger sind gegen neue Nachbarn

PETINGEN - Zwischen 100 und 150 Personen haben an diesem Dienstag in Petingen gegen die Asylanten-Unterkunft in der Nähe der Schule protestiert.

Zwischen 100 und 150 Personen haben am Dienstag in Petingen gegen den Einzug der Asylbewerber in die Gemeinde protestiert. Letztere sollen mangels Alternativen unweit der Schule in Containern untergebracht werden. Eltern demonstrierten gegen die neue Nachbarschaft.

«Wir haben nichts gegen die Leute», sagten die Petinger Bürger am Dienstag vor Ort, «aber warum müssen sie gerade gegenüber der Schule untergebracht werden?». Ein Rentner meinte: «Nicht hier. Wir sollten uns erst einmal um die Armen hier in Luxemburg kümmern.»

Und eine portugiesische Mutter monierte: «Ich fürchte mich jetzt vor einer steigenden Kriminalität hier in der Gegend.» Ein Mann mit einem Plakat rief: «Warum habt ihr alle Angst? Das sind doch keine Mörder.»

L'essentiel online/tageblatt.lu

Neue Zahlen zur Immigration

Das Immigrationsministerium hat an diesem Dienstag neue Angaben zur Anzahl der Asylbwerber in Luxemburg 2011 gemacht. Demnach stellten von Januar bis Oktober dieses Jahres 1807 Flüchtlinge einen Asyl-Antrag. 36 bekamen den Flüchtlingsstatus anerkannt. 313 kehrten in ihre Heimatländer zurück, die meisten freiwillig.

Die meisten Asylanten kommen aus Serbien. Von Januar bis Oktober 2011 waren es insgesamt 765. Auf Platz zwei kommen Anträge aus Mazedonien (380), dann folgt Kosovo mit 130, Montenegro mit 69 Anträgen, Bosnien-Herzegowina mit 45, Tunesien mit 41, Russland mit 40, Irak mit 38, Algerien mit 29 und Afghanistan mit 21. Weitere 249 Flüchtlinge kamen aus verschiedenen anderen Staaten. (tageblatt.lu)

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