In Luxemburg – Petition soll Kollektivurlaub im Bausektor beenden
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In LuxemburgPetition soll Kollektivurlaub im Bausektor beenden

LUXEMBURG - Eine Petition, die fordert, den Kollektivurlaub abzuschaffen, wurde von der zuständigen Kommission zur Unterschrift freigegeben.

Die Petition zum Kollektivurlaub kann noch bis zum 6. August unterzeichnet werden.

Die Petition zum Kollektivurlaub kann noch bis zum 6. August unterzeichnet werden.

L'essentiel/Sara Lima

Eine Petition, die ab sofort unterschrieben werden kann, fordert die Abschaffung des Kollektivurlaubs im Bausektor. «Es ist ein sehr kontroverses Thema, das einen großen Teil der Bevölkerung betrifft», räumt der Autor des Textes ein. Er versuche mit der Petition nicht, das Recht der Arbeitnehmer auf Urlaub einzuschränken – ganz im Gegenteil.

«Die Regelung zum Kollektivurlaub schränkt das Recht des Arbeitnehmers ein. Sie können dadurch nicht flexibel bei ihrer Urlaubsplanung sein», schreibt er. Mit seiner Petition will er also für mehr Freiheit bei der Wahl der freien Tage sorgen. Aktuell könnten die Arbeitnehmer in dem Sektor «ihren Urlaub nur in den Monaten August oder Dezember planen».

Abschaffung «erhöht die Produktivität»

«Wir sind gezwungen, Urlaub zu machen, wenn die Flüge und Unterkünfte am teuersten sind», erklärt der Autor, der selbst in dem Sektor arbeitet. Gleichzeitig stünden die Beschäftigten in seiner Branche ohnehin mit am wenigsten Urlaub zu. Zudem gehöre sie zu den «am schlechtesten bezahlten Sektoren».

Durch die starre Urlaubsregelung «arbeiten die Bauarbeiter zwischen Dezember und August sieben Monate ohne Unterbrechung» – ein weiterer Missstand. Die Abschaffung des Kollektivurlaubs ermögliche es darüberhinaus, «die Produktivität im Bausektor zu erhöhen», da das Wetter und die Verkehrslage im August am günstigsten für Bauarbeiten seien.

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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