Keine Alternativen – Petition startet Impfpflicht-Debatte in der Chamber

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Keine AlternativenPetition startet Impfpflicht-Debatte in der Chamber

LUXEMBURG – Bevor die eigentlichen Debatten zur Impfpflicht starten, gab es heute im Rahmen einer Petition einen ersten Vorgeschmack auf die Thematik.

Professor Luc Montagnier, der Nobelpreisträger für Medizin 2008, war einer der Wissenschaftler, die gestern Argumente gegen eine Impfpflicht vortrugen.

Professor Luc Montagnier, der Nobelpreisträger für Medizin 2008, war einer der Wissenschaftler, die gestern Argumente gegen eine Impfpflicht vortrugen.

Zwei Petitionen wurden am Mittwoch in der Chamber debattiert, beide mit brisant-aktuellem Inhalt: eine gegen die Impfpflicht, die andere für einen Stopp der gentherapeutischen Impfungen für Kinder. Da die Petenten mehrere wissenschaftliche Koryphäen eingeladen hatten, war die Debatte drei Stunden lang. Angeführt von Professor Luc Montagnier, dem Nobelpreisträger für Medizin 2008, betonten die Wissenschaftler, dass die Impfung gegen das Coronavirus noch nicht ausgereift genug sei, um sie verbindlich vorzuschreiben. Eine Alternative zur wirksamen Pandemie-Bekämpfung konnten sie nicht nennen, was die Abgeordneten Sven Clement (Piratenpartei) und Hansen (CSV) kritisierten.

Während sich keiner der anwesenden Wissenschaftler als «Impfgegner» bezeichnete, waren sich alle einig in der Forderung nach «dem Aufschub einer möglichen Impfpflicht», die «zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht notwendig ist». «Man muss demütig bleiben und darf keine übereilten Entscheidungen treffen», so Luc Montagnier.

Gesundheitsministerin Paulette Lenert gab zwar zu, selbst auch ihre «Zweifel» am Thema Impfpflicht zu haben, betonte aber, dass das Allgemeinwohl Vorrang habe. Die LSAP-Ministerin fügte hinzu, dass sie «keine anderen Alternativen gehört habe», sie aber, wenn dies der Fall wäre, bereit für neue Gespräche sei. Anschließend warnte sie vor einer «gefährlichen Banalisierung des Virus und seiner Auswirkungen». Die Debatten über die Impfpflicht werden ab nächster Woche in der Chamber stattfinden.

(Jean-François Colin/L'essentiel)

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