WTA-Turnier in Toronto – Petkovic schlägt Wimbledon-Siegerin

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WTA-Turnier in TorontoPetkovic schlägt Wimbledon-Siegerin

Andrea Petkovic hat beim gut besetzten WTA-Turnier in Toronto das Viertelfinale erreicht. Sie fegte Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova mit 6:1, 6:2 vom Platz. Julia Görges verpasste indes gegen Serena Williams eine Überraschung.

Im Januar verlor Andrea Petkovic im Finale des Turniers in Brisbane gegen Petra Kvitova. Am Donnerstag konnte sie sich nun revanchieren.

Im Januar verlor Andrea Petkovic im Finale des Turniers in Brisbane gegen Petra Kvitova. Am Donnerstag konnte sie sich nun revanchieren.

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Andrea Petkovic hat beim WTA-Turnier in Toronto Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova ausgeschaltet und das Viertelfinale erreicht. Sie der Tschechin am Donnerstag beim 6:1, 6:2 in nur 73 Minuten keine Chance. «Ich bin auf jeden Fall mit meiner Konstanz zufrieden», sagte Petkovic. Kvitova habe bei ihrem ersten Auftritt seit dem Sieg in London Probleme gehabt. «Es ist nicht leicht, dann in den Wettkampf zurückzukommen», sagte Petkovic. In der Runde der letzten Acht trifft die Nummer zehn der Tennis-Welt auf die Weltranglisten-Dritte Vera Swonarewa oder die Polin Agnieszka Radwanska.

Ausgeschieden ist bei dem mit 2,05 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Turnier dagegen Petkovic' Fed-Cup-Kollegin Julia Görges. Die 22-jährige zog trotz ihrer 1:6, 6:7 (7:9)-Zweitrundenniederlage gegen die 13-fache Grand-Slam-Gewinnerin Serena Williams (USA) aber ein durchaus positives Fazit. «Mein Auftritt war sehr gut im zweiten Satz», sagte Görges.

nach dem Spiel «noch 200,300 Bälle schlagen»

Petkovic hatte am Tag vor ihrer Gala gegen Kvitova noch mit sich gehadert. Direkt nach ihrem 6:4, 7:5-Erfolg gegen die Ungarin Greta Arn in der zweiten Runde war sie auf den Trainingsplatz gegangen, um «noch 200, 300 Bälle zu schlagen». Die Hessin war sichtlich unzufrieden, haderte vor allem mit den äußeren Bedingungen. «Ich habe mich wegen des Windes schrecklich gefühlt», meinte die 23-Jährige.

Insgesamt kämpfte sie 2:05 Stunden gegen Böen und die überraschend starke Qualifikantin aus Budapest. «Es gibt heutzutage keine leichten frühen Runden mehr. Wenn du schlecht spielst, verlierst du wahrscheinlich», betonte sie.

Im sechsten Duell mit Kvitova präsentierte sie sich aber in Topform - und machte dafür auch ihren Auftritt gegen Arn verantwortlich. «Ich habe gestern viel Selbstvertrauen gewonnen, als ich sehr schlecht spielte, aber trotzdem etwa 20 Breakbälle abwehrte. Deshalb habe ich heute ein gutes Gefühl bei den Breakbällen gehabt», so Petkovic nach ihrem Siegestänzchen. Zugleich revanchierte sie sich damit für die Final-Niederlage von Brisbane Anfang des Jahres.

«Julia ist eine großartige Spielerin»

Für Görges sah gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste Serena Williams im ersten Satz alles nach einer weiteren Lehrstunde aus. Bei den French Open 2010 hatte die 22-Jährige in der zweiten Runde eine 1:6, 1:6-Lektion von der Amerikanerin bekommen, diesmal verlor sie nach nur 26 Minuten Durchgang eins erneut mit 1:6. «So was sollte mir künftig nicht mehr passieren», ließ sie via Twitter wissen.

Im zweiten Durchgang war Görges dann absolut ebenbürtig, holte sogar zwei Punkte mehr als der wegen einer hartnäckigen Fußverletzung auf Weltranglisten-Position 80 abgerutschte Superstar und wehrte sich bis zum letzten Ballwechsel. «Julia ist eine großartige Spielerin und hat eine große Zukunft vor sich», meinte Williams, die nach 95 Minuten ihren sechsten Matchball verwandeln konnte.

L'essentiel Online/

(dpa)

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