Großer Preis von Monaco – Petrow baut schweren Unfall - Vettel siegt

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Großer Preis von MonacoPetrow baut schweren Unfall - Vettel siegt

Witali Petrow vom Team Lotus-Renault ist beim Großen Preis von Monaco in die Leitplanke geknallt. Sieger wurde Sebastian Vettel.

Mit einer grandiosen Fahrleistung, einer riskanten Taktik und Nerven aus Stahl hat sich Formel-1-König Sebastian Vettel zum PS-Fürsten von Monaco gekürt. Der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim ließ sich weder von einem verpatzten Boxenstopp, noch von wild jagenden Weltmeister-Rivalen oder zwei Safety-Car-Phasen in dem dramatischen Renn-Klassiker am Sonntag aus der Erfolgsspur bringen. Pole-Mann Vettel feierte am Sonntag vor Fernando Alonso im Ferrari und Jenson Button im McLaren seinen ersten Sieg beim beim Großen Preis von Monaco.

Der 23 Jahre alte Titelverteidiger, der mit fünf Siegen und einem zweiten Platz den Startrekord von Schumacher, Nigel Mansell und Jenson Button egalisierte, vergrößerte seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf nunmehr 58 Punkte gegenüber dem Monaco-Sechsten Hamilton (85). Vettels Teamkollege Mark Webber ist Dritter (4./79) vor Button (76).

In der Schlussphase war der russische Lotus-Renault-Pilot Witali Petrow in die Leitplanke geknallt und offensichtlich vom einem abgeflogenen Vorderrad am Kopf getroffen worden. Petrow musste von Rettungskräften aus dem Auto geborgen werden und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Das Rennen wurde nach mehr als 20 Minuten hinter dem Safety-Car neu gestartet.

Das Team Lotus-Renault teilte am Sonntag mit, die Untersuchungen im Princess Grace Hospital hätten ergeben, dass sich ihr Formel-1-Pilot nichts gebrochen habe. Die Ärzte hätten bestätigt, dass Petrow weder Schwellungen noch Knochenbrüche erlitten habe. Er kam mit einer Knöchelverstauchung glimpflich davon. Der 26 Jahre alte Russe soll sich sicherheitshalber einer Computertomographie unterziehen. «Aber er sollte innerhalb weniger Stunden im Fahrerlager zurück sein», teilte das Team weiter mit.

Monte Carlo. Grand Prix von Monaco. Schlussergebnis nach 78 Runden:
1. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault.
2. Fernando Alonso (Sp), Ferrari.
3. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes.
4. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault.
5. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari.
6. Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes.
7. Adrian Sutil (De), Force India-Mercedes.
8. Nick Heidfeld (De), Lotus-Renault.
9. Rubens Barrichello (Br), Williams-Cosworth.
10. Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari.
Ausgeschieden u.a.: Felipe Massa (Br), Ferrari; Michael Schumacher (De), Mercedes.

Der Unfall von Sergio Perez im Qualifying

Quelle: Youtube.

L'essentiel Online/dpa

Schwerer Unfall von Pérez im Qualifying

Der junge Mexikaner Sergio Perez hat nach dem Tunnel und vor der Hafen-Schikane am Samstag beim Qualifying die Kontrolle über sein Auto verloren. Der 21-Jährige prallte in die Seitenwand, schlitterte im Auto über den Asphalt und prallte dann – wohl noch mit rund 200 km/h - in die Abschrankung. Das Qualifying wurde 2:26 Minuten vor Schluss unterbrochen. Perez konnte nicht aus dem Boliden steigen und musste im Krankenwagen abtransportiert werden. Der Sauber-Pilot zog sich eine schwere Hirnerschütterung und eine schwere Prellung am rechten Oberschenkel zu, aber keine Brüche.

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