In Luxemburg – Philharmonie fährt Rattle und Malkovich auf

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In LuxemburgPhilharmonie fährt Rattle und Malkovich auf

LUXEMBURG – Stars aus Klassik, Jazz und Weltmusik kommen für die neue Spielzeit in die Philharmonie. Das Festival atlântico richtet sich an Fans portugiesischsprachiger Musik.

Die Philharmonie Luxemburg kleckert mit ihrem Programm für die neue Spielzeit nicht, sie klotzt und holt erneut viele große Künstler ins Großherzogtum. Neben den Wiener Philharmonikern stehen auch die New Yorker Philharmoniker und das Concertgebouw Orchestra auf dem Programm. Mit Sir Simon Rattle, Mariss Jansons und Riccardo Chailly werden Dirigenten von Weltrang den Taktstock schwingen. Gastauftritte geben unter anderem Stargeigerin Anne-Sophie Mutter, Sopranistin Diana Damrau und Jazz-Sänger Kurt Elling.

Filmfans können einen doppelten Leckerbissen erwarten: Schauspieler John Malkovich («Gefährliche Liebschaften») steht in dem Theaterstück «Call me God» allein der Musik aus Stanley Kubricks «2001: A Space Odyssey» gegenüber. Die Musik wird vom OPL live in Szene gesetzt.

Neues Festival atlântico

Der Musik portugiesischsprachiger Länder wird beim neuen Festival atlântico gehuldigt. Vom 10. bis 15. Oktober treten der angolanische Sänger Waldemar Bastos, der portugiesische Fado-Star António Zambujo und die kapverdische Sängerin Mayra Andrade auf.

Und, ist da etwa auch ein neuer Grammy in Arbeit? Nach der Zusammenarbeit mit der Sängerin Angélique Kidjo hat das OPL für seine nächsten genreübergreifenden Projekte den israelischen Jazz-Bassisten Avishai Cohen und die amerikanische Jazz-Sängerin Dianne Reeves eingeladen.

Der neue Herr des Hauses startet mit der neuen Spielzeit in sein zweites Jahr in Luxemburg und hat viel vor: Chefdirigent Gustavo Gimeno wird erstmals eine Opernproduktion im Grand Théâtre leiten, im Herbst geht er dann mit dem Orchester auf Tournee nach Spanien.

(sop/L'essentiel/dpa)

Neue Serie

Musikfreunde können ab dem Herbst mit einem einstündigen Konzert in den Feierabend starten: Zur Saison 2016/2017 bietet die Philharmonie Luxemburg eine neue Vorabend-Serie mit Namen «L’heure de pointe» an. Zudem werde das «erfolgreiche Format» der Lunch-Konzerte ausgebaut: In der nächsten Saison werde es zehn Gelegenheiten geben, ein kurzes Konzert mit einem Mittagessen in der Philharmonie zu verknüpfen. red

Neuer Besucherrekord

2015 besuchten knapp 192.000 Gäste rund 450 Veranstaltungen der Philharmonie in der Hauptstadt. Dies sei die bislang höchste Besucherzahl einer Saison, hieß es.

Damit zähle das Haus seit seiner Eröffnung 2005 mehr als 1,7 Millionen Besucher. Etwa 17 Prozent der Gäste stammen aus dem angrenzenden Rheinland-Pfalz und dem Saarland. dpa

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