Rallye Dakar – Philippe Boutron wird bei Explosion verletzt

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Rallye DakarPhilippe Boutron wird bei Explosion verletzt

Der französische Fahrer Philippe Boutron vom Team Sodicars Racing, der zum neunten Mal bei der Rallye Dakar antreten sollte, wurde bei einer Explosion in Saudi-Arabien verletzt.

Dem Veranstalter Aso zufolge kam es an einem Fahrzeug seines Teams in der Küstenstadt Dschidda bereits am Donnerstag zu einer «plötzlichen Explosion».

Dem Veranstalter Aso zufolge kam es an einem Fahrzeug seines Teams in der Küstenstadt Dschidda bereits am Donnerstag zu einer «plötzlichen Explosion».

DPA/DPPI/XinHua

Ein französischer Fahrer ist bei einer Explosion vor dem Start der Rallye Dakar in Saudi-Arabien verletzt worden. Dem Veranstalter ASO zufolge kam es an einem Fahrzeug seines Teams in der Küstenstadt Dschidda bereits am Donnerstag zu einer «plötzlichen Explosion», woraufhin der Fahrer schwer am Bein verletzt worden sei. Die weiteren fünf Franzosen im Auto seien unverletzt geblieben. Die knapp zweiwöchige Rallye Dakar begann am Samstag.

Die regierungsnahe saudische Zeitung «Saudi Gazette» berichtete am Sonntag, dass die Polizei einen kriminellen Hintergrund nach ersten Ermittlungen ausschließe. Die französische Regierung schätzte die Lage zunächst offenbar anders ein: «Die Hypothese eines kriminellen Akts ist nicht ausgeschlossen», erklärte das französische Außenministerium. In Saudi-Arabien gebe es weiterhin terroristische Bedrohungen. Im Alltag sei maximale Wachsamkeit notwendig.

«Fia vertraut den örtlichen Behörden dabei, zu ergründen, was passiert»

Bei dem Fahrer handelt es sich um Philippe Boutron vom Team Sodicars Racing, der zum neunten Mal bei der Rallye antreten sollte. Er habe «eine sehr schwere Verletzung am Bein», sagte Renndirektor David Castera laut dem französischen Nachrichtensender «Franceinfo» am Samstag. Laut Boutrons Team wurde er noch im Militärkrankenhaus von Dschidda am Bein operiert und sollte spätestens am Sonntag nach Frankreich ausgeflogen werden. «Es geht ihm besser», sagte Castera.

Der Motorsport-Weltverband Fia sprach den Behörden in Saudi-Arabien das Vertrauen aus bei Aufarbeitung des Vorfalls. «Fia vertraut den örtlichen Behörden dabei, zu ergründen, was passiert», hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Man vertraue auch darauf, dass diese gemeinsam mit den Veranstaltern weiterhin die Sicherheit des Rennens gewährleisten würden.

Die Aso teilte mit, die Sicherheitsmaßnahmen für das Rennen in Absprache mit der Polizei vor Ort verstärkt zu haben. Dies gelte für die gesamte Strecke sowie für Hotels und Biwaks entlang der Route. Sie führt von Ha'il im Norden Saudi-Arabiens in einer Schleife zunächst nach Osten über die Hauptstadt Riad und schließlich durch die südliche Wüste an die Küste nach Dschidda. Die Rallye Dakar findet dieses Jahr zum dritten Mal in Saudi-Arabien statt und läuft noch bis 14. Januar.

(L'essentiel/dpa)

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