Venenthrombosen – Pille für vier Todesfälle verantwortlich?

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VenenthrombosenPille für vier Todesfälle verantwortlich?

Eine Antibabypille soll in Frankreich für den Tod von vier Frauen verantwortlich sein. «Diane 35» wird auch in Luxemburg oft verschrieben.

Das Medikament «Diane 35» wird auch in Luxemburg häufig verschrieben.

Das Medikament «Diane 35» wird auch in Luxemburg häufig verschrieben.

Die Arzneimittelaufsichtsbehörde ANSM teilte am Sonntag in Paris mit, dass vier Frauen an den Folgen der Bayer-Pille Diane 35 gestorben seien. Dass die Einnahme von Antibabypillen das Thrombose-Risiko erhöhen kann, ist grundsätzlich bekannt. Venenthrombosen, die im Zusammenhang mit der Bayer-Pille Diane 35 stünden, hätten den Tod der Betroffenen verursacht.

In 125 weiteren Fällen wurden nach Angaben der ANSM nicht-tödliche Blutgerinnsel in Venen oder Arterien registriert. Die ANSM will in den nächsten Tagen einen Bericht mit Empfehlungen vorlegen. Bayer HealthCare teilte am Sonntag in Leverkusen mit, der Bericht der ANSM liege dem Unternehmen noch nicht vor. Die Behauptungen müssten zuerst geprüft werden, bevor man eine weitergehende Stellungnahme abgeben könne, sagte ein Sprecher.

Auch die Pille Méliane stand in der Kritik

Das Medikament Diane 35 ist in Frankreich zur Behandlung von Akne zugelassen, wird aber oft wegen seiner empfängnisverhütenden Wirkung verschrieben. Nach Schätzungen der ANSM nahmen vergangenes Jahr in Frankreich rund 315'000 Frauen das Bayer-Medikament oder ein Nachahmerpräparat (Generikum). Weltweit ist Diane 35 in 135 Ländern zugelassen.

Erst kürzlich hatte die Bayer-Antibabypille Méliane in Frankreich für Schlagzeilen gesorgt. Eine junge Frau machte die Einnahme für schwere gesundheitlichen Schäden verantwortlich und erstattete Anzeige. Sie hatte einen Schlaganfall erlitten.

(L'essentiel Online/sda/Séverine Goffin)

«Häufig in Luxemburg verschrieben»

Der Vorsitzende des Luxemburger Apothekerverbands Alain De Bourcy sagte am Montag gegenüber L'essentiel, «Diane 35» werde auch in Luxemburg «sehr häufig verschrieben». Die Pille wird normalerweise als hormonelle Behandlung gegen Akne oder als Empfängnisverhütungspille verschrieben. Wie viele Verschreibungen jährlich stattfinden, war nicht zu erfahren.

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