Somalia – Piraten töten vier Amerikaner

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SomaliaPiraten töten vier Amerikaner

Sie waren auf Weltreise und wurden vor der Küste Omans von somalischen Piraten entführt. Nun wurden die vier Geiseln von den Seeräubern erschossen.

Phyllis Macay (links) und Bob Riggle (Aufnahme von 2005) sind zwei der vier Amerikaner, die von somalischen Piraten ermordet wurden. (Bild: AP Photo)

Phyllis Macay (links) und Bob Riggle (Aufnahme von 2005) sind zwei der vier Amerikaner, die von somalischen Piraten ermordet wurden. (Bild: AP Photo)

Auf der von Piraten im Indischen Ozean entführten US-Segeljacht «Quest» hat sich eine Tragödie abgespielt: Wenige Tage nach der Entführung der vier US-Bürger an Bord töteten somalische Piraten am Dienstag alle Geiseln. Kurz vor einem Befreiungsversuch der US-Marine am Morgen seien auf dem gekaperten Schiff «Quest» Schüsse gefallen, die von den US-Soldaten erwidert worden seien, teilte das Verteidigungsministerium in Washington mit.

Vor dem missglückten Rettungsversuch waren Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln geführt worden. Das Weiße Haus teilte mit, Präsident Barack Obama habe am Samstag dem Einsatz von Gewalt zur Beendigung des Geiseldramas zugestimmt, sofern «eine unmittelbare Gefahr» für die Segler bestehe.

Außenminsterin Hillary Clinton sagte, die «schreckliche Tat» zeige deutlich, dass die internationale Gemeinschaft noch stärker gegen die Gefahr der Piraterie am Horn von Afrika vorgehen müsse.

Opfer waren auf Weltreise

Die «Quest» war am Freitag rund 450 Kilometer vor der Küste Omans entführt und seither von der US-Marine verfolgt worden. Sie gehörte dem US-Rentnerehepaar Jean und Scott Adam, das seit sieben Jahren um die Welt segelte. Gemäß einem Eintrag von Dezember auf ihrer Internetseite wollten sie nach Cochin in Indien als nächstes den Hafen Salalah in Oman ansteuern. Über die beiden US-Bürger, die sich zusammen mit dem Ehepaar Adam auf der Jacht aufhielten, wurde nichts bekannt.

Nach Angaben von Ecoterra International, einer Organisation zur Überwachung der Piraterie, befinden sich derzeit rund 40 Schiffe mit 800 Seeleuten in der Gewalt somalischer Piraten. Dabei handle es sich vorwiegend um Frachter, doch seien in der Vergangenheit auch wiederholt private Jachten entführt worden. Die Piraten versuchen in beiden Fällen, Lösegeld zu erpressen.

L'essentiel Online/20min.ch/sda

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