Razzia wegen Crystal Meth – Pirmasenser Politiker im Drogensumpf?

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Razzia wegen Crystal MethPirmasenser Politiker im Drogensumpf?

PIRMASENS - Michael Hartmann hat sein Amt als innenpolitischer SPD-Sprecher im Bundestag aufgegeben. Gegen den 51-Jährigen wird wegen der Droge Crystal Meth ermittelt.

Gegen den SPD-Politiker Michael Hartmann ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Gegen den SPD-Politiker Michael Hartmann ermittelt die Staatsanwaltschaft.

DPA

Droht den deutschen Sozialdemokraten nach dem Fall Edathy der zweite große Skandal? Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Hartmann aus Pirmasens in Rheinland-Pfalz, am Mittwoch seinen Rücktritt angekündigt.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft gegen den 51-Jährigen Ermittlungen aufgenommen. Die Anschuldigungen wiegen schwer - es geht um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Im Klartext heißt das: Dem Innenpolitiker wird vorgeworfen, in Verbindung mit der illegalen und extrem gefährlichen Droge Crystal Meth zu stehen.

Laut einem SPD-Sprecher hat die Staatsanwaltschaft bereits die Aufhebung der Immunität des Parlamentariers Hartmann beantragt.

Hartmann sitzt seit 2002 im Bundestag und hat unter anderem in der Affäre um die Ausspähung durch den US-Geheimdienst NSA mit scharfer Kritik an dieser Praxis Schlagzeilen und sich einen Namen gemacht.

Crystal Meth beinhaltet Metamphetamin, das Hochgefühle auslöst, das Schlafbedürfnis senkt und das Hungergefühl hemmt. Aber: Es macht schnell abhängig, tötet Nervenzellen ab und führt zu Hirnschäden. Kollegen von Hartmann schütteln den Kopf, sie können es nicht recht glauben, welche Vorwürfe da erhoben werden. Eine Band spielt derweil den kubanischen Gassenhauer Guantanamera.

(sen/L'essentiel)

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