Atommüll – Pläne für Endlager Bure werden konkreter
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AtommüllPläne für Endlager Bure werden konkreter

BURE – In Frankreich hat das Parlament einem Gesetz zur Rückholbarkeit von Atommüll zugestimmt. Damit schreiten die Planungen für die Lagerstätte in Lothringen voran.

Die Atommülllagerung im französischen Bure startet 2030.

Die Atommülllagerung im französischen Bure startet 2030.

DPA

Nachdem bereits der französiche Senat zugestimmt hatte, zog das Parlament am Montag nach und stimmte dem Gesetz zur Rückholbarkeit von Atommüll zu. Der Gesetzesentwurf ist mit Gegenstimmen von drei Abgeordneten der Grünen angenommen worden. Das in der luxemburgischen Grenzregion geplante Endlager kommt dadurch seiner Verwirklichung ein großes Stück näher, wie das Tageblatt berichtet.

Das neue Gesetz sieht vor, dass das Lager im französischen Bure für eine Dauer von 100 Jahren offen bleiben muss. Sollten in dem Zeitraum neue Methoden zur Entsorgung entwickelt werden, soll es möglich sein den nuklearen Abfall zurückzuholen und anschließend neu zu behandeln.

Drei Prozent des gefährlichsten Materials

Nach einer endgültigen Entscheidung der zuständigen Aufsichtsbehörde «Autorité de sûreté nucléaire» und einer Testphase im Jahr 2025, will Frankreich 2030 mit der Einlagerung des radioaktiven Materials beginnen. «Cigéo», so der Name des Projektes, sieht vor, dass drei Prozent der am stärksten strahlenden Abfälle in Bure in einer Tiefe von 500 Metern entsorgt werden.

Nicht nur in Luxemburg, Belgien und Deutschland regt sich Widerstand: Auch in Frankreich selbst, besonders in der betroffenen Region, versuchen sich viele Menschen gegen die Errichtung des Lagers zu wehren.

(L'essentiel)

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