Kampfansage – Polestar fährt die Ellbogen aus

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KampfansagePolestar fährt die Ellbogen aus

Die Volvo-Tochter zeigt den noch getarnten Polestar 3 – und verkündet große Wachstumspläne.

Der noch getarnte Polestar 3 wird als erstes Modell der Marke in den USA gebaut und soll nächstes Jahr auf den Markt kommen.

Der noch getarnte Polestar 3 wird als erstes Modell der Marke in den USA gebaut und soll nächstes Jahr auf den Markt kommen.

Polestar

Volvos Elektrotochter Polestar hat den für 2022 angekündigten Polestar 3 gezeigt – leider noch immer mit Tarnfolie beklebt. Das neue Modell ist nicht nur der erste SUV des Unternehmens, sondern auch der erste Polestar, der in den USA gebaut wird – die Produktion wird im Volvo-Werk in Charleston, South Carolina erfolgen. «Der Polestar 3 wird ein Premium-Electric-Performance-SUV, der das Design von SUVs im Elektrozeitalter definieren wird», sagt Polestar-CEO Thomas Ingenlath an einem Event in New York.

Autonom und klimaschonend

Das neue Modell soll laut Ingenlath eines der klimaschonendsten Autos aller Zeiten werden. Dank Lidar-Technik des US-Tech-Konzerns Luminar soll er außerdem autonomes Fahren auf der Autobahn ermöglichen. Zur Antriebstechnik gibt die zum chinesischen Geely-Konzern gehörende Volvo-Tochter noch nicht viel bekannt. Es wird vermutet, dass das neue Modell die gleiche Plattform wie die neue Generation des XC90 nutzen könnte, der ebenfalls in Charleston vom Band läuft. Mit der Antriebstechnik des Polestar 2 respektive Volvo XC40 Recharge käme der SUV auf etwa 300 kW (408 PS) Leistung und eine Reichweite von über 400 Kilometer.

Das deutsche Fachmagazin «Auto Motor und Sport» sieht hingegen auffällige Parallelen zu einem deutlich größerem Elektro-SUV aus dem Geely-Universum: dem Zeekr 001. Zum Einsatz kommt da Geelys Elektroauto-Architektur SEA, die einen Radstand bis zu 2,9 Meter ermöglicht. Der 4,95 Meter lange Zeekr 001 soll in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und dank zwei Elektromotoren eine Leistung von 400 kW (544 PS) generieren. Der chinesische SUV soll mit einer 100-kWh-Batterie bis 700 Kilometer mit einer Ladung schaffen. Die Wahrheit dürfte vermutlich irgendwo dazwischen liegen.

Zurück zu den Fakten. Polestar-Chef Ingenlath verkündete in New York Wachstumspläne: Durch die Einführung von drei neuen Fahrzeugen in drei Jahren, verbunden mit der Expansion auf mindestens 30 globale Märkte sowie dem weiteren Ausbau der bestehenden Märkte plane Polestar eine Verzehnfachung des weltweiten Absatzes von rund 29.000 Fahrzeugen im Jahr 2021 auf 290.000 Fahrzeuge im Jahr 2025. «Von nun an dreht sich bei Polestar alles um Wachstum.»

Ambitiöse Ziele

Dabei konnte sich Ingenlath einen Seitenhieb auf die Konkurrenz nicht verkneifen: «Wir sind kein virtuelles Unternehmen, das darauf wartet, Fabriken zu bauen und Autos zu verkaufen. Wir sind ein reales Unternehmen, das Autos bereits auf der ganzen Welt produziert und vermarktet. Unsere beiden preisgekrönten Fahrzeuge fahren auf den Straßen von 14 Märkten weltweit und wir erwarten, dass wir in diesem Jahr rund 29.000 Fahrzeuge verkaufen werden.»

Der Polestar 3 soll eine tragende Säule für die Wachstumspläne sein. Auch auf den Polestar 5, einen viertürigen Elektro-GT, der 2024 auf den Markt kommen soll, gab die Volvo-Tochter in New York einen Ausblick. In der YouTube-Serie «Precept: from Concept to Car» wird die Umwandlung der Studie Precept zum Serienmodell dokumentiert. Der Polestar Precept gibt dabei einen Ausblick auf die Zukunft des Marken-Designs.

(L'essentiel/Dave Schneider)

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